Wie du die Zeit zähmen kannst
„Die modernen Menschen werden nicht mit der Peitsche, sondern mit Terminen geschlagen.“
Telly Savalos
Zeit ist die wertvollste Ressource, die du hast und das schönste Geschenk, dass du einem anderen Menschen machen kannst. Daher gibt es kaum etwas wichtigeres, als dein edelstes Gut zu schützen. Denn Zeitdiebe kommen unbemerkt und sind wahre Meisterdiebe. Und deswegen ist es wichtig dich achtsam zu beobachten und kritisch zu hinterfragen: „Wo bleibt die Zeit, die ich gerne anders investieren möchte?“
„Die modernste Form menschlicher Armut ist das Keine- Zeit- Haben.“
Ernst Ferstl
Eins vorab: Es gibt weder ein Patentrezept noch einen Zaubertrank, mit dem du der modernsten Form menschlicher Armut entgegenwirken kannst. Denn Zeitdiebe sind immer individuell; auch wenn es klassische Zeiträuber gibt, die fast jedem Menschen vertraut sind.
Zeitdiebe enthüllen: Die Vorteile
Sobald du dich deinen Zeitdieben entgegenstellst und sie enthüllst, kannst und wirst du von vielen Vorteilen profitieren.
1. Abbau von Stress:
„Unter Stress versteht man im Allgemeinen die negativen Folgen bei Überforderung. […]“, schreibt die Techniker Krankenkasse auf ihrer Website. „Bei Daueralarm im Körper können dagegen ernste gesundheitliche Schäden entstehen, zum Beispiel:
Hoher Blutdruck, Verdauungsbeschwerden, ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt, Spannungskopfschmerzen, mehr Infektionen, Depressionen, Migräne und Zyklus- und sexuelle Störungen.“
Wenn du deine Zeit gut planst, kannst du Überforderungen vermeiden und dafür sorgen dich ausgeglichener, entspannter und wacher zu fühlen.
Möchtest du dich intensiver mit den Folgen von Stress beschäftigen, empfehle ich dir den Artikel: „Chronischer Stress? 17 negative Folgen von Stress, die dich deine Gelassenheit kosten“ von Ulrike Bossmann auf soulsweet.
2. Prokrastination minimieren:
Prokrastination bezeichnet das Aufschieben von unausweichlich zu erledigenden Arbeiten. Die sogenannte „Aufschieberitis“ entsteht, wenn du dir – bewusst oder unbewusst- deine Zeit stehlen lässt. Darüber hinaus hat Prokrastination Auswirkungen auf dein Wohlbefinden und beeinträchtigt deine Arbeitsleistung. Wenn du dich jedoch mit deinen Zeitdieben beschäftigst und die Kontrolle über deine Zeit zurückgewinnst ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass du etwas aufschiebst.

3. Mehr Zeit, für Dinge die dich wirklich glücklich machen:
„Liebst du das Leben? Dann vergeude keine Zeit, denn daraus besteht das Leben.“
Benjamin Franklin
Wenn du deine Zeitdiebe entlarvst, wirst du mehr Zeit für all die Dinge haben, die dich wirklich glücklich machen. Mehr Zeit bedeutet, mehr Augenblicke mit deiner Familie und deinen Freunden verbringen zu können. Du kannst neuen Hobbies nachgehen oder dir deinen Lebenstraum erfüllen.
Mir half es mich selbst zu hinterfragen und meine Zeitdiebe so zu offenbaren. Nachdem ich endlich aufhörte, sinnlos Spiele am Smartphone zu spielen und nicht mehr einen ganzen Abend vor der Flimmerkiste verbrachte, konnte ich an meinem Lebenstraum arbeiten. Ich wollte immer schreiben. Dennoch wollte ich nie im Journalismus tätig werden, denn dort würden mir die Themen vorgegeben werden. Und doch war schreiben immer genau das, was mich glücklich machte. Und im Jahr 2020 entschied ich dann meinen Traum zu leben. Genau das zu machen, was mich wirklich glücklich macht. Ich absolvierte einen Fernlehrgang zum „Online- RedakteurIn/ Online- TexterIn und im März 2022 erhielt ich mein Abschlusszeugnis. Darauf baue ich nun mit einem weiteren Fernlehrgang auf, den ich im April 2023 beenden werde. Natürlich ist das Lernen anstrengend und es nimmt mir zuweilen Zeit, die ich gerne mit anderen Dingen verbringen möchte. Doch ich weiß auch, dass sich meine Bemühungen auszahlen werden, denn für meinen Blog, der mein Herzensprojekt ist, bekomme ich viel Werkzeug an die Hand.
Wie ist es bei dir? Was würdest du in deinem Leben machen, wenn du zwei, fünf, zehn oder mehr Stunden die Woche zusätzlich frei hättest? Welchen Traum möchtest du dir erfüllen, glaubst aber zu wenig Zeit zu haben?
Das Wichtigste, um mehr Zeit zu haben ist aktiv zu werden und Veränderungen in die Tat umzusetzen.
4. Me- Time:
„Me-Time, englisch für „Ich-Zeit“, ist ein wichtiger Bestandteil der Selbstfürsorge. Hierfür gibt es unterschiedliche Definitionen. Allgemein bedeutet Me-Time nichts anderes, als sich Zeit für sich zu nehmen, in der man tun und lassen kann, was man möchte.“, schreibt die AOK auf ihrer Website.
Für mich ist „Me- Time“ die wichtigste Zeit des Tages. Obwohl ich schon vor meinem ersten Kloster- Aufenthalt hätte viel Zeit für mich haben können, habe ich meine Zeit oft nicht effektiv genutzt. Auch ich musste meine Zeitdiebe demaskieren, um mir endlich Zeit zu nehmen. Mittlerweise gehören zwei „Me- Time“- Phasen in meinen Alltag. Die erste ist 7 Uhr und die zweite am Nachmittag. Beide Phasen variieren jedoch aufgrund meiner Arbeitszeiten. Habe ich beispielsweise Frühdienst verschiebt sich meine „Me- Time“ auf nachmittags und abends; habe ich Spätdienst, erlebe ich meine zweite „Me- Time“ des Tages am Abend.
Wenn du dich intensiver mit dem Thema „Me- Time“ beschäftigen möchtest, empfehle ich dir folgende Artikel: „Me-Time: endlich ausgeglichen durch Zeit für mich“ von der AOK „Me-Time Ideen – 12 Inspirationen für einen freien Tag voller Selbstliebe“ von Tori auf sweetvidahome.com
5. Bessere Work- Life- Balance:
„Wähle einen Job, den du liebst, und du wirst nie wieder arbeiten müssen.“
Konfuzius
Während meiner Recherchen zum Thema Zeitmanagement stieß ich immer wieder auf den Begriff „Work- Life- Balance“. Die Work- Life- Balance bezeichnet ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Freizeit (Leben) und Arbeit. Ich selbst sehe das etwas anders und kann mit dem Begriff wenig anfangen. Denn für mich ist Arbeit auch Leben, wenn gleich es sich hierbei sicherlich nicht um Freizeit handelt. Dennoch ist Arbeit für mich mehr, als Geld verdienen. Ich habe das Gefühl etwas Gutes mit meinem Job zu bewirken und auch die Recherchen zu den verschiedenen Themen auf meinem Blog geben mir das Gefühl, die Welt ein klein wenig besser zu machen. Weiterhin bieten mein Job und mein Blog mir eine Tagesstruktur und die Möglichkeit neue Fähigkeiten zu entwickeln.
Dass Menschen ihren Job nicht als Leben sehen, erkenne ich häufig daran, wenn ich Menschen, die an Wochenenden arbeiten dürfen, ein schönes Wochenende wünsche. Die Antwort ist immer dieselbe: „Ich muss arbeiten.“ Ja, und? Ich muss auch jedes zweite Wochenende und an Feiertagen arbeiten und ich kann dennoch eine schöne Zeit haben.
Wenn du mehr über den Mythos „Work- Life-Balance“ erfahren möchtest, empfehle ich dir den Artikel: „Work-Life-Balance: 5 Antithesen + 9 Tipps fürs Gleichgewicht“ von Jochen Mai auf karrierebibel.de.
Wie du die Zeit zähmen kannst

„Zeitmanagement ist Unsinn. Sie können die Zeit nicht managen- nur ihr Verhalten.“
Michael Kastner
Es gibt unzählige Möglichkeiten die Zeit zu zähmen, aber am wichtigsten ist es, deine Zeitdiebe zunächst zu erkennen und zu analysieren. Welche Aufgaben, Handlungen, Tätigkeiten oder Glaubenssätze stehlen dir deine Zeit? Dafür ist es wichtig dich selbst zu reflektieren. Du wirst deine Zeitdiebe nur identifizieren können, wenn du ehrlich zu dir selbst bist. Und aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass das hart und unbequem sein kann. Doch die unbequemste Wahrheit ist immer noch besser als die behaglichste Lüge.
Ideen und Anregungen
1. Gönn dir Pausen

„Gönn dir Pausen und nehme dir bewusst Zeit für dich“ – dieser Satz hat sich nach meinem ersten Besuch im EIAB fest in mir eingeprägt. Doch schon vor meinem ersten Aufenthalt im Kloster habe ich mein Hamsterrad, bestehend aus Terminen, Verabredungen, Hobbies, Haushalt und Arbeit verlassen.
Es tut gut hin und wieder nur an sich zu denken und sich Pausen zu gönnen. Ich kenne viele Menschen, die denken keine Pause machen zu dürfen oder sie haben Angst in kleinen Pausen etwas zu verpassen oder nicht zu schaffen. Auch tragen sie das Gefühl in sich keine Zeit verlieren zu dürfen. Sie drehen sich in ihrem Hamsterrad, sind immer unter Strom und fühlen sich zunehmend gestresst.
Dass es nicht leicht ist, den Stecker zu ziehen weiß ich und doch ist es wichtig die Pausentaste zu drücken- am besten, bevor es zu spät ist.
Kognitionswissenschaftler Andrew Smart schreibt in der Einleitung seines Buches „Öfter mal auf Autopilot. Warum Nichtstun so wichtig ist„: „In diesem Buch geht es ums Nichtstun. Das Nichtstun gehört zu den wichtigsten Aktivitäten des Lebens. […] Auch wenn unser Geist für intensive Aktivitäten außerordentlich gut entwickelt ist, muss unser Gehirn, um normal funktionieren zu können, auch müßig sein dürfen- und das sogar sehr häufig, wie sich herausgestellt hat.“
In Büchern, Blogs und Ratgebern gibt es viele Strategien für bewusste und erholsame Pausen. Ich werde hier nur von den Strategien schreiben, die ich selbst ausprobiert habe.
Feste Pausenzeiten im Kalender notieren
Mittlerweile brauche ich meine regelmäßigen Pausenzeiten nicht mehr, wie einen festen Termin im Kalender eintragen, denn ich gönne mir meine Pausenzeiten automatisch. Anfangs hat es mir jedoch geholfen Zeiten der Ruhe und Entspannung schriftlich im Kalender festzuhalten- Denn alles, was im Kalender steht, ist verbindlich. 😊
Spazieren
Jetzt in der kalten und dunklen Jahreszeit gehe ich nicht ganz so häufig spazieren wie von Frühling bis Herbst. Und mir fällt keine gute Ausrede ein, mit der ich mich rechtfertigen kann. 😊 Ich bin für mich selbst noch auf der Suche nach einer Lösung, um auch im Winter täglich spazieren zu gehen. Dennoch kann ich sagen, dass Bewegung hilft, den Kopf freizubekommen und die Seele baumeln zu lassen.
Den Ort des Geschehens verlassen
Es ist wenig hilfreich seine Pause an dem Ort zu machen, der dich in Stress versetzt. Wenn du also im Büro arbeitest, solltest du deinen Arbeitsplatz verlassen. Hast du zu Hause Stress kann es durchaus hilfreich sein, die Wohnung für ein paar Minuten oder länger zu verlassen und an der frischen Luft aufzutanken.
Stressfrei Essen
Ich bin kein Freund von „Eben mal schnell ne Currywurst auf die Hand.“ Wenn ich Hunger habe, werde ich gereizt und unkonzentriert. Damit jedoch erst gar kein Hungergefühl entsteht plane ich regelmäßige Mahlzeiten ein. Für mich gibt es kaum etwas schlimmeres, als eben mal nebenbei zu Essen. In meinem Job als Heilerziehungspflegerin in der Eingliederungshilfe ist das nicht immer einfach, denn irgendein*e Bewohner*in und/ oder Kollege*in möchte pausenlos etwas. Doch ich habe gelernt nein zu sagen. Und Nein bedeutet nicht, dass ich etwas generell nicht erledigen will- es bedeutet in diesem Zusammenhang lediglich, dass ich es jetzt in diesem Augenblick nicht ausführen möchte.
Meditation/ Entspannung
Meditation und regelmäßige Entspannungsübungen haben sich bei mir als wahre Stressbewältigungsstrategien herausgestellt. Bis vor einigen Jahre habe ich meditierende Menschen häufig belächelt- spiritueller Käse für Öko- Spinner. Doch dann fiel mir eines Tages „Seelengevögelt“ von Veit Lindau in die Hand. Durch das Buch kam ich zu meinen ersten geführten Trance- Reisen und schon bald danach beschäftigte ich mich mehr und mehr mit der Meditation. Meditation gehört heute zu einem festen Bestandteil meines Lebens, ebenso wie verschiedene Entspannungstechniken, wie beispielsweise der „Body- Scan“.
Lesen
Lesen ist wichtiger Bestandteil meines Lebens und ich nehme mir täglich bewusst Zeit mich dem Alltag durch ein gutes Buch zu entziehen. Beim Lesen kann ich den täglichen Wahnsinn hinter mir lassen und mich in fremde Welten entführen lassen. Dadurch wird der Kopf frei und ich kann mich anschließend wieder jenen Dingen zuwenden, die notwendig sind.
2. Schaffe Ordnung
Seit ich denken kann bin ich ein Chaot gewesen- meine Eltern können ein Lied darüber singen. Zu Teenager- Zeiten sah mein Zimmer oft aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen und auch meine erste Wohnung war zuweilen ein kleines Schlachtfeld. Doch mit den Jahren erkannte ich die Vorteile der Ordnung. Früher habe ich gerne den Spruch: „Wer aufräumt ist nur zu faul zum Suchen“ genutzt, heute weiß ich, dass Ordnung sehr viel Zeit sparen kann. Viele Dinge haben mittlerweile einen festen Platz und meine Frau nennt mich zuweilen liebevoll „Mein kleiner Adrian“ (Anmerkung: Als Anspielung auf Adrian Monk, aus der gleichnamigen Serie „Monk“) oder „Mein kleiner Autist“.
3. Trenne dich von Überflüssigem
Nach meinem ersten Kloster- Aufenthalt verstand ich den Wert des Minimalismus und nachdem ich wieder zuhause war, begann ich mich von allem Überflüssigen zu trennen. Das schaffte einerseits Ordnung, andererseits gab es mir Luft zum Atmen. Das letzte, von dem ich mich getrennt habe, ist mein Auto. Zehn Jahre war mein kleiner Nissan mein treuer Begleiter und hat mich sicher von A nach B gebracht. Doch so sehr ich die Bequemlichkeit meines Autos liebte- es stand mir ebenso im Weg. Denn fast täglich sah ich mich mit der Entscheidung konfrontiert, ob ich heute lieber Fahrrad oder doch mit dem Auto fahre. Und vor allem das treffen von Entscheidungen war schon immer mein größter Zeit- Killer. Seit das Auto einen neuen Besitzer gefunden hat fühle ich mich deutlich freier und ich habe mehr Zeit. Denn nun gibt es nichts anderes mehr, als mich aufs Rad zu schwingen oder zu Fuß zu gehen. Und obwohl ich schon mehr als einmal so richtig nass geworden bin, bereue ich nichts. Denn ich spare nicht nur Zeit dadurch keine Entscheidung mehr treffen zu müssen, sondern ich gewinne dadurch Zeit an der frischen Luft. Die Bewegung mit dem Rad sorgt für klare Gedanken und einen freien Kopf.
4. Lege To- Do- Listen an
Ich bin seit jeher ein Freund von To- Do- Listen, denn es freut mich, wenn ich hinter einer erledigten Aufgabe ein Häkchen setzen kann. To- Do-Listen lege ich jedoch nicht nur in meinem beruflichen Alltag an, sondern auch in meiner Freizeit. Mit Hilfe der Listen sehe ich was noch an Aufgaben zu erledigen ist und vermeide so Überlastung.
To- Do- Listen gibt es in unterschiedlichen Varianten, wobei ich die klassische verwende (Variante eins).
Variante eins
Auf dieser Liste stehen untereinander alle zu erledigen Aufgaben.
zum Beispiel.:
- Fahrrad zur Inspektion bringen
- Einkaufen
- Fenster putzen
Variante zwei
Diese To- Do- Liste besteht aus zwei Spalten. In die erste Spalte trägst du alle zu erledigen Aufgaben und in die zweite die Deadline.
z.B.:
| Aufgabe | Deadline |
| Fahrrad zur Inspektion bringen | 10 Uhr |
| Einkaufen | 12 Uhr |
| Fenster putzen | 15 Uhr |
Variante drei
Der Unterschied zur Variante zwei besteht in einer dritten Spalte, die du zwischen Aufgabe und Deadline einfügst. In diesen zusätzlichen Bereich schreibst du die geschätzte Dauer, die du zur Erfüllung der Aufgabe benötigst.
z.B.:
| Aufgabe | Zeit | Deadline |
| Fahrrad zur Inspektion bringen | 30 Minuten | 10 Uhr |
| Einkaufen | 20 Minuten | 12 Uhr |
| Fenster putzen | 90 Minuten | 15 Uhr |
Vier Methoden, um deine Zeit besser einzuteilen
Um dein Verhalten im Umgang mit der Zeit zu verbessern, haben Experten verschiedene Methoden entwickelt. Sie alle zielen darauf ab, dass du Prioritäten setzt und dich auf einzelne Aufgaben fokussierst.
1. ALPEN- Methode
Mithilfe der ALPEN-Methode lässt sich ein strukturierter Tagesplan erstellen. Jeder Buchstabe steht dabei für einen Aspekt einer Aufgabe.
| A = Aufgaben | Notiere alle Aufgaben, die noch erledigen willst/ musst. |
| L = Länge | Schätze für jede Aufgabe die Zeit, die du in etwa benötigen wirst. |
| P = Pufferzeit | Dieser Schritt basiert auf dem Gedanken, dass Ablenkungen, Verzögerungen und Unterbrechungen manchmal nicht vermeidbar sind. Deshalb ist es wichtig Pufferzeiten einzuplanen, damit dein Tagesplan nicht durcheinandergewirbelt wird. |
| E = Entscheidungen treffen | Dies ist der kritischste und zugleich schwierigste Arbeitsschritt der ALPEN-Methode. Denn jetzt musst du entscheiden welche Aufgaben welche Priorität haben. |
| N = Nachkontrolle | Die Nachkontrolle erfolgt am Ende des Arbeitstages. Du ziehst Billianz: Habe ich alle meine Ziele erreicht? Waren die Zeiträume gut eingeschätzt? Warum habe ich manche Aufgabe nicht geschafft? Deine Erfahrungswerte solltest du in zukünftige Planungen einfließen lassen, um effektiver mit deiner Zeit umzugehen. |
Wenn du dich intensiver mit der ALPEN- Methode beschäftigen möchtest, empfehle ich dir den Beitrag „ALPEN-Methode: Definition, Tipps, Vor- und Nachteile“ von Jochen Mai.
2. Pomodoro-Technik
Die Pomodoro-Technik ist eine Methode, die 1985 von Francesco Cirillo entwickelt wurde. Als Francesco Student war, dachte er sich diese Methode aus, um seine Zeit besser zu organisieren und sein Studium zu erleichtern. Er benutzte eine Küchenuhr in Form einer Tomate (auf Italienisch „pomodoro“), um die Zeit zu stoppen. Die Technik beruht auf dem Prinzip, viele kleine Pausen, dafür aber in häufigeren Abständen einzubauen, um so die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten.
Bei der Pomodoro- Technik wechseln sich Arbeits- und Pausenphasen ab. Du arbeitest 25 Minuten mit regelmäßigen 5 Minuten Pausen. Anschließend arbeitest du wieder 25 Minuten. Die Intervalle werden Pomidori genannt. Nach vier Pomidori sollte eine längere Pause von 20- 30 Minuten eingehalten werden. Anschließend beginnt der Ablauf von vorne.
Natürlich steht es dir frei andere Zeitintervalle zu wählen, die zu dir und deiner Arbeitsweise besser passen. Mir persönlich gefällt die Pomodoro- Technik sehr gut, da ich schon immer Schwierigkeiten hatte mich lange auf ein und dieselbe Aufgabe zu konzentrieren. Die Pausen helfen mir wieder einen klaren Kopf zu bekommen, um mich weiteren Aufgaben widmen zu können.
Mehr zur Pomodoro- Technik erfährst du im Beitrag „Pomodoro Technik: Produktiver arbeiten in Intervallen“ von Jochen Mai.
3. ABC-Methode
Diese einfache, aber effektive Methode hilft dir Prioritäten zu setzen. Du listest alle Dinge auf, die du heute (oder diese Woche) erledigen willst oder musst. Anschließend teilst du alle Aufgaben in drei Kategorien ein.
A= wichtig, dringend und kann nur von dir selbst erledigt werden
B= wichtig, kann aber warten
C= kann irgendwann gemacht oder sogar abgegeben werden
Mit der ABC-Methode hast du immer klar vor Augen, was du wirklich dringend erledigen muss und kannst deine Aufschieberitis dadurch kleinhalten. Aufgrund der Einfachheit kannst du damit jeden Morgen deine Aufgaben für den Tag grob strukturieren und Prioritäten setzen.
Mehr zur ABC- Methode findest du in dem Artikel „ABC Methode Anwendung, Beispiel, Vorteile, Nachteile“ von Michael Büchler.
4. Eat the Frog- „Iss den Frosch”

Das Prinzip „Eat the frog“ stammt ursprünglich von dem amerikanischen Autor und Erfolgscoach Brian Tracy, der darüber ein Buch geschrieben hat. Der Appell hinter der Methode bedeutet, die unangenehmste Aufgabe des Tages als allererstes anzupacken und zu erledigen.
Doch so einfach die Methode auch klingt, so schwer ist es sie in die Praxis umzusetzen und beizubehalten. Ich selbst gehöre zu den Menschen, die den Frosch nur dann essen, wenn nichts anderes mehr geht oder wenn ich etwas wirklich sehr schnell hinter mich bringen möchte.
Mehr über die „Eat the frog“ – Methode findest du in dem Artikel „Eat that Frog: Besseres Zeitmanagement ganz einfach“ von Jochen Mai oder in dem Beitrag „Eat the Frog: Erfolgreich Unangenehmes angehen“ von Verena v. Herwarth-Molland.
Weitere Methoden, um deine Zeit zu zähmen sind:
Und zum Schluss habe ich noch ein Lied von Rolf Zuckowski für dich:
Quellen: Bakker Elkhuizen, karrierebibel, Techniker
Mehr über das Geheimnis der Zeitdiebe findest du in meinem Blogbeitrag: Auf der Suche nach der Zeit- Teil eins

[…] Mehr über das Geheimnis der Zeitdiebe findest du in meinem Blogbeitrag: Auf der Suche nach der Zeit- Teil Zwei- Wie du die Zeit zähmen kannst. […]
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