„Wenn wir es nicht ertragen, allein zu sein, bedeutet das, dass wir den einzigen Begleiter, den wir von der Geburt bis zum Tod haben werden – uns selbst – nicht richtig wertschätzen.“
Eda J. LeShan
Neulich lass ich in einer Zeitschrift „Einsamkeit: Geschenk oder Herausforderung?“ und ich dachte sofort: Einsamkeit ist kein Geschenk, sondern ein unaushaltbarer Zustand. Denn „Einsamkeit ist ein Zustand, der nie selbst gewählt ist. Das Gefühl von Einsamkeit ist stets negativ und wird durch ein emotionales Defizit ausgelöst.“
Ganz anders verhält es sich jedoch mit Allein sein. Denn allein sein ist ein bewusst gewählter Zustand. Und wenn ich allein sein praktiziere kann ich diesen Zustand jederzeit beenden. Einsame Menschen können dies oft nicht. Sie würden ihren Zustand gerne verändern (z.B. alte Menschen, die allein wohnen und niemanden mehr haben oder Menschen, die an Depressionen erkrankt sind), sind dazu jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage.
Für mich selbst ist allein zu sein sehr wichtig. Mir hilft das Allein sein dabei meine Akkus wieder aufzuladen und in mir selbst anzukommen.
Manchmal habe ich jedoch das Gefühl, wenn ich mich mit anderen Menschen austausche, dass auch allein sein als Herausforderung angesehen wird.
Ich selbst kann das tatsächlich nur schwer nachvollziehen, denn ich liebe das Allein sein. Ich genieße es, durch die Natur zu wandern und mich ganz dem Moment hinzugeben. Oder auf meinem Bett zu liegen und Musik zum Träumen zu hören.
Wie ist es bei euch? Ist allein sein für euch ein Geschenk oder eine Herausforderung?
Anja
