Buchempfehlung: Frankie von Jochen Gutsch und Maxim Leo

Buchdetails

  • ISBN: 978-3-328-112204
  • Sprache: deutsch
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Auflage: 4. Auflage
  • Umfang: 192 Seiten
  • Verlag: Penguin
  • Erscheinungsdatum: 12.03.2025

Anmerkung zum Inhalt

In diesem Roman werden Themen wie Selbstmord, Depression und Verlust aufgegriffen, ohne dabei eines dieser Themen zu sehr zu vertiefen. Auch wenn Kater Frankie mit so mancher Lebensweisheit glänzt – das Buch sollte als das gelesen werden, was es ist: ein Roman und kein Selbsthilfebuch.

Inhalt

Richard Gold hat keinen Lebenswillen mehr. Er will sterben. Alles ist vorbereitet. Mit einem dicken Faden um den Hals muss er nur noch vom Stuhl springen.

Doch dann steht plötzlich ein Kater vor seinem Fenster. Ein Kater, der offensichtlich ein Zuhause sucht. Der fremde Besucher bringt Gold so sehr aus dem Konzept, dass er sein Vorhaben abbricht. Und als wäre das nicht schon genug, zieht der Kater kurzerhand auch noch ungefragt bei ihm ein und stellt sein Leben komplett auf den Kopf.

Empfehlung

Das Buch glänzt mit vielen kleinen Zitaten, die mich nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Schmunzeln gebracht haben – inklusive kleiner Gänsehautmomente. Ich habe beim Lesen gelacht, aber auch die ein oder andere Träne verdrückt.

An manchen Stellen ist die Geschichte entwaffnend komisch, an anderen wiederum ernst und tiefgründig. Es ist ein Buch, das mich berührt hat und vermutlich noch lange begleiten wird. Und als Katzenliebhaberin würde ich Frankie sofort adoptieren, ihn knuddeln und ihm ein Zuhause schenken.

Schreibstil

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Da die Geschichte aus der Sicht des Katers erzählt wird, ist die Sprache alltagstauglich und direkt. Frankie ist frech, aber auf seine ganz eigene Weise auch philosophisch. Der Ton wirkt vertraut und freundlich. Die klare, unmittelbare Sprache macht die Geschichte lebendig und gut zugänglich.

Kritik

So zart und berührend die Geschichte auch ist – zuweilen wirkt sie skurril und fast schon absurd. Einerseits zeigen die Autoren viel Feingefühl im Umgang mit Themen wie Depression, Selbstmord und Verlust, andererseits versuchen sie an manchen Stellen sehr bewusst komisch zu sein. Für mich wirkte das nicht immer stimmig.

Wozu es einen „Oberst Führer“ braucht, habe ich bis zum Ende ebenso wenig verstanden wie die plötzlich rassistisch gezeichnete Verkäuferin. In einigen Szenen war mir die Geschichte etwas „drüber“ und stellenweise auch am eigentlichen Thema vorbei.

Fazit

Wer einen riesigen Spannungsbogen oder viel Action erwartet, dem empfehle ich eher Bücher von Ethan Cross, John Katzenbach oder Lisa Jackson 😊

Dieses Buch hingegen lädt dazu ein, es sich mit einer Tasse Tee und einer Kuscheldecke auf dem Sofa gemütlich zu machen – und sich einfach treiben zu lassen.

*1   Frankie von Jochen Gutsch und Maxim Leo; Seite 80

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