Sonntagmorgen.
Wieder sind seit meinem letzten Sonntagsglück 14 Tage vergangen. 14 Tage, in denen ich viel unterwegs war, gelesen und meditiert habe. 14 Tage, in denen ich fast täglich all meine Gedanken und Gefühle aufgeschrieben habe- damit sie nicht länger nur in meinem Kopf sind.
Und bevor ich gleich mit meiner besten Freundin Co nach Düsseldorf fahre, um mit ihr „Die Mönche des Shaolin Kung Fu- – Shamis Weg nach Shaolin “ zu genießen möchte ich noch mein Sonntagsglück mit euch teilen- der dieses Mal etwas sehr lang geworden ist 😊.
Danke an Anita: Sie sammelt bei den Sonntags Top 7 die Rückblicke auf die sieben Themengebiete der Woche:
- Gelesen
- Gehört/Gesehen
- Erlebnis
- Genuss
- Drinnen/Draußen
- Web-Fundstück/e
- Hobbys
Meine sonntags Top 7
Gelesen
Bücher
- T.J. Klune- Das Lied des Herzens
Der dritte Teil dieser unglaublich zauberhaften Reihe ist nun zu Ende gegangen. Am Freitag, den 01.05.2026, habe ich mit dem vierten und letzten Teil „Das Lied des Bruders“ begonnen.

Und auch wenn ich noch nicht weiß, wie die Geschichte ausgehen wird – eines weiß ich schon jetzt: Ich bin verliebt. In T.J. Klune. In Ox. In Robbie. In Mark. In Carter. In Kelly. In Elisabeth. In Gavin. In Joe. Und in Gordo- den Charakter, der mich irgendwie am stärksten berührt hat.
T.J. Klune schafft es wie kaum ein anderer, mich mitzunehmen, mich zu berühren und tief in seine Welten eintauchen zu lassen.
Ja, vieles ist kitschig, blumig – manchmal fast zu süß, wie pinke Zuckerwatte und bunte Regenbögen. Und trotzdem… oder vielleicht genau deshalb liebe ich es, mich von ihm verzaubern zu lassen.
Ich bin unglaublich dankbar für all die Geschichten, die er der Welt bisher geschenkt hat – und ich hoffe sehr, dass noch viele weitere folgen werden. Geschichten, die berühren. Geschichten, die bleiben. Geschichten, die verzaubern. Geschichten, die mein Herz erwärmen.
Blogbeiträge
- „Heilen der Seele: Ein sanfter Weg zu dir selbst“ von Ann-Kathrin auf ihrem Blog „Miss Katherine White“
- „Mach meinen Job“ – von Tobias auf seinem Blog „ohnefilter.blog“
- „Warum Ruhe sich manchmal gefährlich anfühlt“ von Alexandra auf ihrem Blog „Was das Leben so schreibt“
Gehört/Gesehen
Musik
Musik: James Blunt- Goodbye my Lover
Ich glaube, kein Song kann meine derzeitigen Gefühle besser ausdrücken als dieser. Die Worte, die Melodie – sie treffen etwas in mir, das sich nur schwer in eigene Worte fassen lässt.
Gesehen
Das verrückte Halbfinal- Hinspiel der Champions League zwischen PSG und Bayern München. Es war eines der besten Spiele, die ich in den vergangenen Jahren gesehen habe. Und am Ende muss ich sagen: Das Spiel hat keinen Sieger oder Verlierer verdient. Luis Enrique, Trainer von Paris Saint-Germain, sagte nach Abpfiff: „Wir sind wirklich glücklich. Ich finde, wir haben den Sieg verdient, aber wir hätten auch ein Unentschieden verdient, und wir hätten sogar eine Niederlage verdient, denn dieses Spiel war einfach unglaublich.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.
Let`s talk about Kevin
Nachdem ich vor einigen Wochen das Buch „Lass uns über Kevin reden“ beendet habe, war es nun an der Zeit mir den Film anzuschauen. Ich habe etwas gezögert, da ich mir nicht sicher war, ob der Film mit dem Buch mithalten kann. Und was soll ich sagen- ich bin froh, das Buch gelesen zu haben. Für sich genommen mag der Film gut sein – aber für mich war das Buch um so vieles intensiver. Tiefer. Ehrlicher.
Erlebnis
In den vergangenen 14 Tagen gab es keine „großen“ Ereignisse – aber viele kleine, die mir ein Lächeln geschenkt haben.
Neuer Lieblingsort
Obwohl ich schon immer gerne in der Natur war (und es auch weiterhin bin), habe ich in letzter Zeit einen neuen Ort für mich entdeckt: den Vorplatz vom Dom in Osnabrück.

Ich verbringe dort mittlerweile unglaublich viel Zeit. Ich sitze oder liege auf der Mauer, beobachte Menschen, lese, telefoniere – und fühle mich verbunden.
Verbunden mit anderen Menschen.
Ich kann gar nicht genau beschreiben, was sich verändert hat.
In den vergangenen Monaten war ich unglaublich gerne allein – in der Natur, in meiner Wohnung. Ich brauchte diese Ruhe, diese Stille, um mich zu sortieren.
Und dann, vor etwa drei Wochen, gab es diesen einen Moment. Seitdem ist etwas anders.
Plötzlich wollte ich wieder unter Menschen sein. Mich verbunden fühlen – auch mit Unbekannten.
Nicht mehr nur für mich allein sein.
Park vor der Haustür
Und auch der Park in meiner Nähe ist zu so einem Ort geworden. Am Freitag habe ich meine Picknickdecke geschnappt, ein Buch von T.J. Klune und etwas zu trinken eingepackt – und bin dorthin gegangen.
Ich habe mir ein ruhiges Plätzchen gesucht, mitten zwischen all den Menschen, die den 1. Mai gefeiert haben. Ich habe gelesen, meditiert, geschrieben… und wieder dieses Gefühl gespürt: Verbundenheit.

Erinnerungen
Gestern war allerdings ein schwieriger Tag. Voller Gedanken. Voller Erinnerungen. Voller Gefühle.
Vicky und ich hätten unseren 17. Hochzeitstag gehabt.
Und ja – es hat wehgetan.
Es tat weh, diesen Tag zum ersten Mal, ohne den Menschen zu verbringen, den ich nie loslassen wollte.
So vieles ist in mir hochgekommen.
Und trotzdem habe ich mich bewusst entschieden, rauszugehen.
Am Vormittag in die Stadt- auf den Wochenmarkt. Am Nachmittag wieder in den Park.
Zwischen Sehnsucht und Loslassen
Aber es fiel mir unglaublich schwer, ihr nicht zu schreiben. Ihr nicht zu sagen, wie sehr ich sie vermisse.
Ihre Nähe.
Ihre Wärme.
Ihr Lachen.
Ihr Strahlen.
Ihre Zuversicht.
Ich habe sie vermisst, als ich auf der Decke lag. So gerne hätte ich sie in meine Arme geschlossen und sie fühlen lassen, dass sie die EINE ist.
Ich wäre so gerne wieder in ihren Augen versunken.
Und gleichzeitig musste ich akzeptieren, dass mir nur noch die Erinnerungen bleiben. Erinnerungen an eine Zeit, die nie wieder zurückkommt, aber zu den schönsten meines Lebens zählt.
Glück liegt in meiner Verantwortung
Und nein – ich brauche Vicky nicht, um glücklich zu sein. Aber ich würde mein Glück so gerne mit ihr teilen.
Denn so schmerzhaft die Trennung auch war – sie hat mir eine Klarheit geschenkt, die ich lange nicht hatte.
Früher habe ich mein Glück von ihr abhängig gemacht.
Heute weiß ich: Ich bin selbst dafür verantwortlich.
Niemand kann mich glücklich machen – das kann nur ich selbst.
Aber ich kann mein Glück teilen.
Und ich würde es so gerne mit ihr teilen.
Mein spiritueller Sonnenschein
Dann war ich in der vergangenen Woche wieder bei meinem spirituellen Sonnenschein Katja. Und wie so oft hat sie es geschafft, mich zurück auf den Boden zu holen – mich zu erden, meine Gefühle zu sortieren und mich selbst wieder ein Stück mehr zu finden. Ich kann gar nicht genau sagen, was sie da eigentlich macht… aber es wirkt. Und vor allem: Es fühlt sich gut an.
Ich nenne es ja immer ein bisschen augenzwinkernd Zauberei – weil es sich genauso anfühlt. Auch wenn ich mich zwischendurch dabei ertappe, kurz zu denken: Verrückt und ärgerlich, dass ich 100 € dafür ausgebe, eine Stunde lang einfach nur zu weinen 😊. Wobei „ärgern“ vielleicht das falsche Wort ist.
Am Ende ist es wohl eher so: Ich zahle dafür, nicht allein weinen zu müssen. 100 € für jemanden, der meinen Schmerz nicht einfach wegzaubern kann – und ihn doch auf eine leise, behutsame Art ein kleines bisschen leichter macht.
Und ich bin dankbar Katja kennengelernt zu haben. Weil sie so ein bezaubernder Mensch ist. Manchmal glaube ich, dass jeder Mensch eine Katja in seinem Leben braucht. Ich kenne niemanden, der seine Spiritualität so sehr lebt wie sie. Was mich immer wieder berührt, ist ihre Echtheit. Ihre Authentizität.
Mir sind schon viele „spirituelle“ Menschen begegnet, aber oft hatte ich das Gefühl, dass da etwas nicht ganz echt ist. Menschen, die krampfhaft versuchen, spirituell zu sein oder so zu wirken – ohne es wirklich zu sein. Und lange Zeit habe ich mich selbst auch dazu gezählt. Ich dachte, wenn ich das eine mag (Buddhismus, Meditation, Achtsamkeit, Sam Garrett, Pumphosen…), darf ich das andere (Ozzy Osbourne, Yungblud, Jeans, Hoodie und Turnschuhe…) nicht mehr mögen.
Doch durch Katja habe ich gelernt, dass ich alles sein darf. Dass ich mich nicht entscheiden muss. Dass ich auch meine Widersprüche lieben darf – und sie nicht verstecken, sondern umarmen.
Unbekannter Besucher
Am Donnerstagabend wurde es plötzlich laut an meiner Terrassentür. Elton kratzte wie verrückt daran – ein Verhalten, das er vorher noch nie gezeigt hatte. Ich stand auf und schaltete das Licht auf der Terrasse an. Und da saß er: ein unbekannter Besucher😊. Und dazu noch ein zuckersüßer.

Ich ging ein paar Schritte auf ihn zu, da lief er ein Stück weg. Aber er blieb im Garten stehen und beobachtete mich neugierig 😊 Ich gebe zu: Ich war ein bisschen verliebt und spielte kurz mit dem Gedanken, ihn einfach reinzulassen.
Doch ich entschied mich dagegen. Mein Herz sagte mir, dass es irgendwo einen Menschen gibt, der bestimmt auf ihn wartet. Also ging ich wieder hinein und ließ direkt die Jalousien runter. Seit diesem Abend habe ich ihn nicht mehr gesehen.
Genuss
In den vergangenen 14 Tagen habe ich vieles auf eine leise, fast unscheinbare Art genossen.
Die Zeit am Dom und im Park – dieses Dasein zwischen Menschen, dieses stille Beobachten und gleichzeitig Teil von etwas zu sein – hat sich für mich besonders wertvoll angefühlt.
Ich habe es genossen, mich verbunden zu fühlen. Mit Menschen, mit Momenten, mit mir selbst.
Auch der Besuch im Buchladen war so ein kleiner Glücksmoment. Zwischen all den Geschichten zu stehen, sie in die Hand zu nehmen, ein wenig darin zu versinken – und am Ende mit drei neuen Büchern nach Hause zu gehen, die nur darauf warten, gelesen zu werden.

Und auch kulinarisch gab es etwas, das mir gutgetan hat: eine einfache Kartoffelsuppe.
Drinnen/Draußen
Drinnen
In den vergangenen 14 Tagen habe ich so wenig Zeit wie möglich drinnen verbracht. Das Wetter ist auch viel zu schön, um sich einzuigeln. Dennoch, die Zeit, die ich in meiner Wohnung verbracht habe, war ich mit lesen, schreiben und meditieren beschäftigt.
Draußen
Bei sonnigem Wetter habe ich viel Zeit am Osnabrücker Dom, im Buchladen (zählt vermutlich eher zu drinnen 😊) und im Park verbracht.
Web- Fundstücke (H3)
- Ohnefilter.blog– ich habe den Blog zufällig am Freitag entdeckt und auch, wenn der Blog von Tobias noch nicht viele Beiträge hat- ich werde ihm und seinen Gedanken folgen 😊.
Hobbys
Lesen, schreiben, Kung Fu und spazieren.
Damit endet mein Sonntagsglück dieser Woche. Ich wünsche euch einen entspannten Sonntag und viele kleine Glücksmomente in den kommenden Tagen.
Welche Momente haben eure Woche besonders gemacht?
Anja
Danke an Antetanni für die Bereitstellung des Beitragsbildes.
