4-Tage- Woche motiviert und hebt die Stimmung bei Wiener Friseur

Gute Nachrichten aus Wien

4 Friseure, die Kunden die Haare schneiden
Die Angestellten des Friseursalons Rothen in Wien sind guter Stimmung Symbolfoto/ Foto: jtronics80 auf Pixabay

„Manchmal zeigt sich der Weg erst, wenn man anfängt ihn zu gehen.“

Paulo Goelho

Werner Rothen, Betreiber des Wiener Friseursalons mit Café- Bar „I.N. rothen“ hat vor knapp einem Jahr auf die 4-Tage- Woche umgestellt. Seit dem sind seine rund 15 Mitarbeiter:innen motivierter, erholter und zufriedener.

Vor knapp einem Jahr führte Werner Rothen, Betreiber des Wiener Friseursalons mit integrierter Café- Bar „I.N. rothen“ die 4- Tage-Woche ein. Seine rund 15 Mitarbeiter:innen arbeiten im Schnitt nur noch 36 Stunden die Woche, bekommen jedoch dasselbe Gehalt wie zuvor für 40 Stunden die Woche.

Alles begann vor drei Jahren

Angefangen hat alles vor drei Jahren, als Rothen mit langjährigen älteren Angestellten vereinbarte ihre Stunden zu kürzen- bei gleichbleibendem Gehalt. Nachdem die Erfahrungen positiv waren, stellte er das Modell auf den ganzen Betrieb um. Widerstände gab es kein- eher im Gegenteil: „Als wir das mit den Mitarbeiter:innen besprochen haben, gab es sofort Freude und gute Stimmung.“, erklärt Rothen.

Angestellte sind motivierter und erholter

Seit der Umstellung auf die 4-Tage- Woche sind die Angestellten motivierter und erholter.

„Wenn sie drei Tage frei haben, könne sie ihre privaten Dinge und Verpflichtungen auch leichter erledigen und kommen dementsprechend erholter in den Betrieb.“, so der Betreiber.

Doch nicht alle Mitarbeiter:innen haben drei Tage frei, denn manche verteilen ihre verkürzte Arbeitszeit auch auf fünf Tage die Woche. „zum Beispiel, weil sie Kinder oder andere Verpflichtungen haben.“

Positive Arbeitseinstellung lässt Umsatz steigen

Friseur, der Kundin mit langen Haaren, die Haare fönt
Beim Wiener Friseur Rothen ist die 4-Tage-Woche ein voller Erfolg.        Symbolfoto     Foto: Unsplash/Adam Winger

Die positive Arbeitseinstellung schlägt sich auch im Umsatz nieder, der im vergangenen Jahr gestiegen ist. Rothen führt das darauf zurück, dass es weniger Durchhängerphasen gibt. „An den vier Tagen haben die Mitarbeiter:innen mehr Energie […].“ Die Beschäftigten sind gelassener und freundlicher zu den Gästen und eher bereit zusätzliche Dienstleistungen anzubringen, einen speziellen Wunsch zu erfüllen oder Aufgaben gleichzeitig zu machen.

4- Tage- Woche auch in anderen Unternehmen denkbar

Rothen ist davon überzeugt, dass die 4- Tage- Woche auch in den meisten anderen Unternehmen funktionieren würde.

„Das wird auch kommen, meines Erachtens. Ich glaube nicht, dass das ein Trend ist, der noch zu stoppen ist. Die 4-Tage- Woche wird sich sicher im Großteil der Branchen durchsetzen.“

Er rät anderen, die 4-Tage-Woche testweise einfach einmal auszuprobieren – oder es einfach umzusetzen. Denn er sehe keine Probleme:

„Ich kenne nicht jede Branche und jede Problematik dort, aber ich traue mich zu sagen, dass es für 95 Prozent aller Branchen kein Problem sein wird, auf die 4-Tage-Woche umzustellen – auch wenn es natürlich Ausnahmen geben wird. Denn die Leistung der Mitarbeiter wird eher steigen, die Freude an der Arbeit wird zunehmen. Und wer die Arbeit mit Freude macht, macht sie in der Regel besser. Das kann sich nur positiv auswirken.“

Quelle: kontrast.at

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