Sonntagsglück #14/2024- Zwischen Abschied nehmen und Chaos bei der Deutschen Bahn

„Die Brücke zu Dir ist Liebe.“

Unbekannt

Hallo ihr Lieben,

Sonntagnachmittag. Die vergangenen Tage waren geprägt vom Abschied nehmen und Chaos bei der Deutschen Bahn. Zum Glück bin ich ein Mensch, den so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Hier kommt es mir sehr gelegen, dass ich mich in den vergangenen Jahren viel mit Achtsamkeit beschäftigt habe. So konnte ich auf meine Ressourcen zurückgreifen, als die Deutsche Bahn meinte meinen Zug einfach mal ausfallen zu lassen. Nun möchte ich Anitas Einladung folgen und meinen Rückblick auf die Woche mit euch teilen.

Anita sammelt auf ihrem Blog bei den Sonntags Top 7 die Rückblicke auf die sieben Themengebiete der Woche:

  • Gelesen
  • Gehört/Gesehen
  • Erlebnis
  • Genuss
  • Drinnen/Draußen
  • Web-Fundstück/e
  • Hobbys

Sonntags Top 7

Gelesen

Bücher:

Gute Nachrichten:

Irgendwo im Internet:

  • Ich treibe mich ja gerne auf Blogs und Websites herum, die sich mit Philosophie beschäftigen. Und immer wieder werde ich mit Fragen konfrontiert, die mich zum nachdenken anregen. In dieser Woche hat mich folgende Frage beschäftigt und ich habe immer noch keine eindeutige Antwort finden können: Was ist der Höhepunkt meines Lebens – oder liegt er noch vor mir?

Wie ist es bei euch? Könnt ihr die Frage direkt beantworten?

Gehört

Musik:

  • V.a. Nena (es war die Lieblingsmusik meines Cousins)
  • Bon Jovi

Hörbücher/ Podcasts:

Gesehen

  • Das Schweriner Schloss
  • Den Pfaffenteich in Schwerin
  • Schmetterlinge und Eichhörnchen

Erlebnis

  • Diese Woche haben wir im engsten Kreis meinen Cousin verabschiedet. Und auch, wenn es sich merkwürdig anhören mag- es war eine „schöne“ Beerdigung. Die Trauerrede, die mein Cousin (der ältere Bruder) gehalten war so emotional, dass vermutlich jedem Trauergast die Tränen gekommen sind. Meine Tante hatte die Rede ausgearbeitet und ihr ältester Sohn hat sie gehalten. Es war unglaublich berührend. Meine Tante und er haben gemeinsam die richtigen Worte gefunden und Philipp einen Abschied geschenkt, den er verdient hat. Es war so gefühlvoll und voller Liebe. Und im Hintergrund liefen Bilder von Philipp. Philipp so authentisch wie er nun einmal war. Ich war so berührt von all dem, was gesagt wurde, dass ich mit dem weinen nicht aufhören konnte. Nach der Trauerrede, als sich alle Trauergäste um das Grab versammelt hatten, haben wir zu Nenas „99 Luftballons“ viele bunte Luftballons in den Himmel steigen lassen. Es war ein unbeschreiblicher Augenblick. Ich bin mir sicher, dass Philipp dieser Abschied gefallen hätte.
  • Auch die anschließende Trauerfeier war „schön.“ Es war nicht die übliche „Schwere“, die ich von anderen Beerdigungen kenne. Es wurde zu einem kleinen Fest für Philipp. Wir haben uns tolle Geschichten und Anekdoten über Philipp erzählt und es wurde gelacht. Ja, wir alle waren traurig und haben geweint. Doch trotz der Traurigkeit über seinen Verlust hätte vermutlich gerade Philipp nicht gewollt, dass wir einfach nur dasitzen, essen und schweigen. Wenn es je einen Menschen gab, der sein ganzes Ich- Sein immer gelebt hat- dann er. Er war immer authentisch- immer jemand ganz besonderes.
bunte Luftballons befestigt an einer Bank
Bevor jeder einen Luftballon bekam, haben wir diese an zwei Bänken befestigt
  • Am Freitag, auf dem Rückweg von meiner Familie nach Osnabrück hatte die Deutsche Bahn mal wieder ein Pünktlichkeitsproblem. Erst sollte meine Zug nur fünf Minuten Verspätung haben, dann plötzlich zwei Stunden und dann fiel der Zug ganz aus. Mein Plan war es von Schwerin nach Osnabrück durchzufahren. Aber wer Pläne hat, sollte diese nicht im Kontext mit der Deutschen Bahn haben. 😀Denn angekommen in Schwerin musste ich erstmal umbuchen. Also hatte ich über zwei Stunden Aufenthalt in Schwerin und musste von dort nach Hamburg fahren. In Hamburg durfte ich dann erneut umsteigen, um nach Osnabrück zu kommen. Meine Zeit, die ich plötzlich hatte, habe ich dann damit verbracht in Schwerin nach über 20 Jahren mal wieder gemütlich am Pfaffenteich zu sitzen, durch die Stadt zu schlendern und mir das Schloss anzusehen. Zum Glück kann ich in solchen Momenten mittlerweile gelassen bleiben. Es nützt ja auch nichts sich darüber aufzuregen- mein Zug wäre davon dennoch nicht gefahren. Dann macht es schon mehr Sinn zu schauen, wie ich die Zeit dann am besten nutzen kann. Okay, der Bahnhof in Hamburg war übervoll und die Menschen standen sich gegenseitig auf den Füßen. Das war kaum Platz für irgendetwas. Das da der ein oder andere genervt war kann ich nachvollziehen.
Coulage aus vier Bildern; oben links: ein Schloss; oben rechts: ein See; unten links: ein See bei blauem Himmel; unten rechts: viele Menschen auf einem Bahnhof

Genuss

  • Ich gestehe, dass ich gar nicht so recht weiß, ob ich diese Woche tatsächlich wirklich etwas genossen habe.

Drinnen/ Draußen: 

  • In dieser Woche habe ich viel Zeit draußen verbracht. Sei es auf dem Weg zur Arbeit mit dem Rad, bei meinen Eltern im Garten oder bei meiner Tante. Auch durch mein Ereignis mit der Deutschen Bahn hatte ich einige zusätzliche Stunden draußen, die ich in Schwerin verbracht habe.

Web- Fundstücke:

  • Diese Woche war ich so gut wie gar nicht online unterwegs.

Hobbys:

  • Außer lesen bin ich keinen Hobby nachgegangen.

Und wie war eure Woche?

Anja

 Danke an Antetanni für die Bereitstellung des Beitragsbildes

3 Kommentare

  1. Grrr…Bahnchaos…wie so oft und von vielen durchlebt in diesen Tagen, Wochen, Monaten… Wenn die Wartezeit der Unterbrechung lang genug ist, bietet sich so ein Abstecher an und du hast die Zeit schön nutzen können. Beerdigungen können, so schwer der Abschied fällt, tatsächlich auch schön verlaufen, so seltsam es klingen mag. Die gemeinsame Zeit und die Zeit der gemeinsamen Erinnerungen sind kostbar und den ganz nahen Angehörigen hat es bestimmt gut getan, dass viele Menschen gekommen sind, um Abschied zu nehmen, und um sie zu stützen.
    Heute wünsche ich dir einen guten Start in die neue Woche, hab es fein und viele Grüße
    Anita

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    • Guten Morgen,

      die Zeit, die ich durch das Bahnchaos plötzlich hatte war wirklich schön. Schwerin ist schon eine schöne Stadt. Und ich hatte ja das Glück mich dort auszukennen. Ich habe vier Jahre in Schwerin gewohnt und so wusste ich, dass es vom Bahnhof bis zum Schloss nicht weit ist und ich am Pfaffenteich vorbei komme. Dort zu sitzen war ein schönes Gefühl. Und zum Glück hatte auch das Wetter mitgespielt.

      Ich wünsche Dir eine schöne und stressfreie Woche

      Anja

      Gefällt 1 Person

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