Sonntagsglück #6/2026 – Zwischen Traurigkeit und Zuversicht

Sonntagmorgen. Ich blicke zurück auf eine Woche, die emotional viel Kraft gekostet hat. Noch immer überkommt mich manchmal eine tiefe, kaum fassbare Traurigkeit, wenn ich daran denke, dass Vicky und ich uns im vergangenen Jahr nach 18 gemeinsamen Jahren getrennt haben. In dieser Woche hat die Traurigkeit besonders deutlich an die Tür geklopft – und ich habe sie hereingelassen.

Ich habe mir wenig Ablenkung gesucht. Kaum gelesen, kaum Spaziergänge gemacht, kaum Podcasts gehört. Stattdessen habe ich viel Zeit in meinen eigenen vier Wänden verbracht und meiner Traurigkeit Raum gegeben. Raum zum Dasein, zum Fühlen, zum Atmen.

Danke an Anita:  Sie sammelt bei den Sonntags Top 7 die Rückblicke auf die sieben Themengebiete der Woche:

  • Gelesen
  • Gehört/Gesehen
  • Erlebnis
  • Genuss
  • Drinnen/Draußen
  • Web-Fundstück/e
  • Hobbys

Meine sonntags Top 7

Gelesen

Bücher

In dieser Woche habe ich Bücher gemieden. Worte hätten mich überfordert – dabei liebe ich sie sonst so sehr.

Blogbeiträge

Antibiotikum von Moira

Gute Nachrichten

Gehört/Gesehen

Hörbuch/ Podcast/Musik

Podcast: Diese Woche habe ich keinen Podcast gehört

Hörbuch: Ethan Cross- Racheopfer; gelesen von Thomas Balou Martin

Musik:  Motionless in White – zufällig in einem Instagram- Reel entdeckt und für unglaublich gut empfunden, weil es zu meiner Stimmung passte.

Gesehen

Ich habe mein Eichhörnchen im Garten beobachtet. Es ist faszinierend ihm bei der Futtersuche zuzusehen. Jeden morgen werfe ich 5 bis 6 Walnüsse in den Garten. Und es dauert nie lange und das Eichhörnchen kommt 😊

Abends habe ich wieder mit Patrick Jane – The Mentalist verbracht.

Erlebnis

Ich hatte ein wundervolles Telefonat über zweieinhalb Stunden mit meiner ehemaligen Gruppenleitung, die sich derzeit im Mutterschutz befindet. Obwohl sie fast 20 Jahre jünger ist als ich hat es von Anfang an gepasst zwischen uns. Viele Menschen bewegen sich oft nur an der Oberfläche und tiefgehende Gespräche werden leider nur noch selten geführt. Mit ihr kann ich mich wunderbar austauschen. Es tat gut mit ihr zu reden.

Genuss

Den leckersten Möhreneintopf hat früher immer Vicky gekocht. In dieser Woche habe ich mich selbst versucht. Mein Eintopf war lecker, aber Vickys Eintopf war besser. Vielleicht weil die Extra- Zutat „Liebe“ war.

Drinnen/Draußen

Drinnen

Ich habe viel geschrieben, Gedanken sortiert, Gefühle zugelassen und reflektiert. Meditation hat mir dabei geholfen, immer wieder zur Ruhe zu kommen.

Begleitet wurde das Ganze von viel Musik – vor allem Motionless in White und Yungblud.

Draußen

Vielleicht hätte mir mehr Zeit an der frischen Luft gutgetan. Doch irgendetwas in mir hat sich dagegen gesträubt. Draußen war ich nur auf dem Weg zur Arbeit oder beim Einkaufen in der Stadt. Mehr ging in dieser Woche einfach nicht.

Web- Fundstücke

Auf Instagram bin ich über ein Foto gestolpert, das besagt, dass Teddybären nach Präsident Theodore Roosevelt benannt wurden – nachdem er sich geweigert hatte, einen gefesselten Bären zu erschießen.

Ein kleiner, berührender Fakt, der hängen geblieben ist.

Hobbys

Mit den Hobbys war es diese Woche wie mit fast allem anderen: Ich hatte keine Lust.

Mein Fokus lag auf Heilung. Und Heilung kann nur geschehen, wenn man bereit ist, den Schmerz zuzulassen – ohne sich in ihm zu verlieren.

Und trotz all der Traurigkeit war diese Woche keine schlechte oder verlorene Woche.

Sie war notwendig.

Eine Woche, die wehgetan hat – und genau deshalb geholfen hat, den Blick langsam wieder nach vorne zu richten. 🌱

Und wie war eure Woche?

Anja

 Danke an Antetanni für die Bereitstellung des Beitragsbildes.

2 Kommentare

  1. Genau so ist es, liebe Anja, es braucht diese Tage der tiefen Traurigkeit nach einem so emotionalen Einschnitt, wie du ihn im letzten Jahr erlebt hast. Das wird vermutlich auch noch eine Weile so bleiben und/oder immer wieder mal kommen. Ich wünsche dir die Kraft, diese dunklen und traurigen Momente zulassen zu können, um doch mit Zuversicht auch wieder nach vorne blicken zu können. Die Zeit heilt vielleicht nicht alle Wunden, hilft aber sicherlich irgendwann, eben diese Zuversicht wieder zu erkennen und eben auch zuzulassen.Danke für deine offenen Worte, das ist auch nicht selbstverständlich in unseren heutigen Zeiten.Alles Liebe für dichAnita

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    • Für mich ist Offenheit total wichtig- auch in der virtuellen Welt. Denn das Leben ist eben nicht immer nur schön und bunt; es wird immer wieder Tage geprägt von Traurigkeit geben. Und mir ist es privat, beruflich und in der virtuellen Welt wichtig authentisch zu sein. Mir wird immer wieder gespiegelt, dass meine Authentizität einer meiner stärksten Eigenschaften ist.

      Danke für deine lieben Worte 🙂

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