12 von 12 März 2026 – Zwischen Ritualen, Gedanken und kleinen Glücksmomenten

Heute ist es wieder so weit – „12 von 12“ geht in die nächste Runde. Auf ihrem Blog „Draußen nur Kännchen“ sammelt Caro alle Beiträge der Blogger, die sich an dieser wundervollen und mir inzwischen sehr lieb gewonnenen Aktion beteiligen.

Ich mag „12 von 12“ aus ganz unterschiedlichen Gründen: Zum einen hilft es mir, einen Tag im Monat noch bewusster wahrzunehmen. Zum anderen lese ich unglaublich gerne, wie andere ihren Alltag gestalten. Dabei entdecke ich immer wieder neue Bücher, Rezepte und inspirierende Menschen.

Hier kommt nun mein Tag in 13 Bildern 😉- ich konnte mich einfach nicht entscheiden, welches Bild ich weglasse.

Aufstehen und kuscheln mit Burki

Der 12. März 2026 begann für mich wie fast jeder Morgen.

Um 6:20 Uhr klingelte der Wecker – Zeit für Burki, sich sein morgendliches Ritual abzuholen: zehn Minuten kuscheln.

Eine Katze, die im Bett liegt und sich streicheln lässt. Man sieht nur den Kopf der Katze und die Hand des Menschen. Der Kopf der Katze liegt in der Hand.
Burki liebt sein Morgenritual

Er nimmt dieses Ritual sehr ernst. Noch bevor der Wecker um 6:30 Uhr endgültig zum Aufstehen ruft, fordert er liebevoll seine Aufmerksamkeit ein. Erst danach darf ich wirklich in den Tag starten.

Ölziehen und kleine Haushaltsmomente

Nach dem Aufstehen kam ich meinem Morgenritual nach – Stubentiger füttern und Öl ziehen. Während des Ölziehens konnte ich ganz entspannt das Badezimmer putzen.

Eine Mischbatterie die mit einem Lappen gereinigt wird.
Ob der Haushalt sich irgendwann alleine macht?

 Es ist erstaunlich wie produktiv ein Morgen sich anfühlen kann, wenn ich schon so früh „unangenehme“ Haushaltsaufgaben mit etwas Angenehmen verbinden kann.

Zeit für Atemtraining und Stille

Danach ging es auf meine Meditationsmatte.

Buteyko-Atemtraining und eine kurze Meditation gehören inzwischen fest zu meinem Morgen.

Es ist ein ruhiger Moment – bevor der eigentliche Tag beginnt.

Elton scheint das Atemtraining jeden Morgen sehr aufmerksam zu verfolgen- aus sicherer Entfernung natürlich 😊.

Ein schwarzer Katzenkopf, der hinter einem Kuscheltier hervor schaut. Die Katze liegt auf einem Bett
Aufmerksames beobachten

Einkaufen

Nach dem Atemtraining, der Meditation und dem anschließenden Duschen machte ich mich auf den Weg zur Drogerie.

Die Einkaufsliste war überschaubar: Katzenstreu für die Tiger und Chiasamen für meinen Genuss und ganz unromantisch: Klopapier.

Ein Einkaufswagen gefüllt mit zweimal Katzenstreu, zweimal Chiasamen und Toilettenpapier
Ein paar Kleinigkeiten

Manchmal sind es genau diese kleinen Besorgungen, die den Alltag strukturieren.

Der Haushalt ruft

Wieder zu Hause kümmerte ich mich weiter um den Haushalt: saugen, staubwischen, einmal durch alle Zimmer.

Staubsauger
Mit Katzen im Haushalt muss fast täglich der Sauger ran
Ein Staubwedel auf einem Regal
Staubwischen funktioniert am Besten mit Musik auf den Ohren 🙂

Es ist jedes Mal ein unglaublich gutes Gefühl, schon vor dem Frühstück alles Unbequeme erledigt zu haben. Danach kann ich den restlichen Tag viel entspannter genießen.

Frühstück nach dem Fasten

Diese Woche habe ich wieder mit Intervallfasten (16:8) begonnen. Deshalb gab es heute erst um 10 Uhr Frühstück.

Auf dem Teller:

Haferflocken-Pfannenbrot mit Cashewcreme, zermatschten Bananen 😋, ein paar Beeren und ein wenig Ahornsirup.

Ein Teller auf dem zwei Haferflockenpfannenbrote liegen. Auf den Broten sind zermatschte Bananen, Beeren und Ahornsirup
Frühstück wie ein Dessert

Ein Frühstück, das satt macht und gleichzeitig ein kleines bisschen nach Dessert schmeckt.

Die Wiederentdeckung der Spiritualität

Nach dem Frühstück widmete ich mich dem Buch: „Die Wiederentdeckung der Spiritualität – 7 Praktiken im Fokus der Wissenschaft“ von Rupert Sheldrake.

In der vergangenen Woche habe ich mit dem Buch begonnen – und selten ein Buch gelesen, das mich so sehr zum Nachdenken bringt.

Bei fast jedem Kapitel halte ich inne und schreibe meine Gedanken auf. In diesem Buch gibt es so viel zu entdecken, so viele neue Perspektiven und Fragen. Und bevor ich weiterlese, begebe ich mich oft erst einmal auf die Suche nach Antworten.

Ein zugeklapptes Buch liegt am oberen Rand des Fotos,. Darunter ein aufgeschlagenes Notizbuch- beide Seiten vollgeschrieben. Auf dem Notizbuch liegt ein Kugelschreiber
Gedanken festhalten

Kuschelzeit auf dem Sofa

Nachdem meine Gedanken auf Papier gewandert waren, machte ich es mir mit Burki auf dem Sofa gemütlich. Er hatte seine Kuscheleinheiten lautstark eingefordert – maunzend und sehr überzeugend.

Eine Katze, die sich auf dem Schoß ihres Menschen kraulen lässt
Kuscheln ist das Größte

Und seinem unwiderstehlichen Maunzen kann ich einfach nicht widerstehen.

Let`s talk about Kevin

Später zog es mich mit einer Tasse Tee auf die Terrasse. Dort las ich weiter in „Wir müssen über Kevin reden“.

Ein aufgeschlagenes Buch in einer Hand. Das Foto wurde draußen gemacht, da man im Hintergrund die Terrasse erahnen kann
„Lass uns über Kevin reden“

Bisher ist es für mich das beste Buch dieses Jahres.

Ein Kollege empfahl mir den Film „Let’s Talk About Kevin“ – aber ich lese bekanntlich lieber, als dass ich mir Filme anschaue 😊

Und das Buch fesselt mich komplett.

Die Geschichte besteht ausschließlich aus Briefen einer Mutter. In jedem Brief gibt sie etwas über sich, ihre Ehe, ihr Leben – und über Kevin preis.

Diese Briefe gehen unter die Haut. Sie sind intensiv, manchmal unbequem, und sie regen ständig zum Nachdenken an.

Während ich lese, frage ich mich immer wieder:

Wie konnte dieses Buch jemals verfilmt werden?

Ein Spaziergang mit einer Frage

Nach der Lektüre brauchte ich eine kleine Pause und entschied mich für einen Spaziergang im nahegelegenen Park.

Bevor ich losging, zog ich noch eine Karte aus meiner Waldmeditations-Box. Mit dieser Karte im Kopf ging ich durch den Park und dachte darüber nach, wofür ich in meinem Leben dankbar bin.

Was nehme ich vielleicht viel zu oft als selbstverständlich wahr – obwohl es das gar nicht ist?

Am Ende meines Spaziergangs kam ich zu einer einfachen, aber tiefen Erkenntnis: Im Grunde kann ich für fast alles in meinem Leben dankbar sein. Für die schönen Momente ebenso wie für jene Momente, die mich verletzt, traurig und auch wütend zurückließen. Und für all das was ich habe und erreicht habe ebenso wie für all das was ich nicht habe und erreicht habe. Manch einer mag sich fragen, warum ich für die Momente dankbar bin, die mich nicht mit einem positiven Gefühl zurückgelassen haben und warum ich dankbar bin, für all das was ich nicht habe oder erreicht habe. Die Antwort lautet: Egal, welche Erfahrung ich in meinem Leben gemacht habe- ob positiv oder negativ- aus jeder Erfahrung habe ich etwas gelernt und mitgenommen. Und wenn ich alles haben würde oder erreicht hätte, welche Ziele sollte ich dann noch verfolgen?

Spontanes Fotoshooting

Wieder zu Hause musste Burki spontan für ein kleines Fotoshooting herhalten.

Er kümmerte sich – wie so oft – sehr engagiert um die Blumen auf der Fensterbank. Und dabei sah er so unfassbar süß aus, dass ich gar nicht anders konnte, als diesen Moment mit dem Smartphone festzuhalten.

Eine Katze die auf der Fensterbank steht. Vor ihr steht eine Blume
Burki- der Blumeflüsterer

Abendessen: Ein Lieblingsgericht

Zum Abendessen gab es heute Blumenkohl-Teriyaki – eines meiner absoluten Lieblingsgerichte.

Der perfekte Abschluss für einen Tag voller kleiner Rituale, Gedanken und stiller Momente.

Wenn ich mir meinen Tag im Rückblick anschaue, merke ich wieder, wie viel Schönes in den kleinen Momenten steckt: ein schnurrender Kater, zwei gute Bücher, ein Spaziergang mit Gedanken über Dankbarkeit.

Und wenn ihr neugierig seid, schaut unbedingt auch bei den anderen Beiträgen auf „Draußen nur Kännchen“ vorbei. Es ist jedes Mal wieder spannend zu sehen, wie unterschiedlich ein einziger Tag aussehen kann.

Ich wünsche euch einen schönen Abend – und vielleicht sehen wir uns ja beim nächsten „12 von 12“ wieder.

Anja

2 Kommentare

  1. Liebe Anja,

    beim Lesen habe ich direkt ein Schnurren im Ohr… Schön!

    „Let’s talk about Kevin“ werde ich direkt mal googlen, das macht mich neugierig.

    Mmmmmh, sowohl Frühstück als auch Abendessen sehen sehr nachmachwürdig aus!

    Lieben Dank fürs Mitnehmen durch deinen Tag!

    Konfettigrüße,

    Anja

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  2. Ich war viel zu lange nicht auf deinem wundervollen Blog. Um so mehr dachte ich gerade bei den ganzen 12von12-Beiträgen: „uiuiui, ich muss unbedingt mal wieder bei Dopamin zum Frühstück vorbeischauen!“
    Und es hat sich wie immer gelohnt. Ich freue mich ja, dass du immer noch Ölziehen machst. Und vielen Dank für den Buchtipp! Ich mache mich nachher mal schlau, ob ich den Film irgendwo finde. Denn mir ist heute Abend nach Sofa und Film gucken. Und umso besser, wenn der Tipp dazu gleich mitkommt. Obwohl lesen eigentlich auch schön wäre… Na mal gucken, was es am Ende wird. 🙂
    Dankeschön fürs Mitnehmen an diesem wunderbaren Donnerstag.

    Schöne Grüße, Susanne

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