Sonntagsglück #11/2026 – Bücher, 12 von 12 und Improtheater

Sonntagmorgen.

Der erste Kaffee ist getrunken, die Stubentiger versorgt und nun sitze ich entspannt am Laptop und blicke zurück auf meine Woche.

Neben vielen schönen Augenblicken gab es jedoch auch Momente, in denen ich von tiefer Traurigkeit erfüllt war. Immer wieder dachte ich an Vicky und unsere zerbrochene Ehe – kleine Augenblicke, die mich unvermittelt einholten und in denen mir die Tränen kamen. Doch das durfte so sein. Heilung braucht Zeit und geschieht nicht über Nacht.

Danke an Anita:  Sie sammelt bei den Sonntags Top 7 die Rückblicke auf die sieben Themengebiete der Woche:

  • Gelesen
  • Gehört/Gesehen
  • Erlebnis
  • Genuss
  • Drinnen/Draußen
  • Web-Fundstück/e

Meine sonntags Top 7

Gelesen

Bücher

Ein zugeklapptes Buch liegt am oberen Rand des Fotos,. Darunter ein aufgeschlagenes Notizbuch- beide Seiten vollgeschrieben. Auf dem Notizbuch liegt ein Kugelschreiber

Seit zwei Wochen lese ich jeden Tag ein Stück in diesem Buch und in jedem Kapitel entdecke ich Neues. Fast jedes Kapitel löst eigene Gedanken und Fragen aus, sodass ich viel Zeit damit verbringe, nicht nur das Geschriebene zu reflektieren, sondern auch meine eigenen Verhaltensmuster zu hinterfragen.

Für mich ist „Wir müssen über Kevin reden“ bisher das beste Buch des Jahres.

Kurz vor seinem 16. Geburtstag läuft Kevin in seiner Schule Amok und erschießt insgesamt elf Menschen. In Form von Briefen an ihren Ex-Mann Franklin versucht seine Mutter Eva zu verstehen, wie es zu dieser Tat kommen konnte. Sie fragt sich, ob sie Kevin mehr hätte lieben sollen – oder können – und was Franklin vielleicht anders hätte machen können.

Eva berichtet von Ängsten, Ehekrisen, Verlust und Hoffnung – auf eine Art, die den Leser emotional in den Bann zieht.

Das Buch ist ein Muss für Menschen, die im sozialen Bereich tätig sind, aber auch für alle, die bei Amokläufen sofort mit dem Finger auf die Eltern zeigen. Es macht sehr eindrucksvoll deutlich, dass vermeintlich einfache Erklärungen selten greifen und viele Faktoren eine Rolle spielen.

Blogbeiträge

Ein lesenswerter und unglaublich wichtiger Beitrag, denn für die meisten Menschen ist Langeweile kaum auszuhalten. Dabei ist Langeweile so wichtig, denn hier entstehen oft die wundervollsten Ideen 😊.

  • Viele „12 von 12“ Beiträge auf dem Blog „Draußen nur Kännchen“ von Caro. Schaut gerne einmal vorbei- es ist interessant wie verschieden die Tagesabläufe sind. Und es gibt immer etwas Neues zu entdecken 😊- Rezepte, Bücher, Filme, Musik, Rituale…

Gute Nachrichten

Gehört/Gesehen

Hörbuch/ Podcast/Musik

Podcast:

Für Podcasts habe ich mir diese Woche keine Zeit genommen 😊.

Hörbuch:

  • Henning Mankell- Wallanders erster Fall

Musik:  

Goethes Erben habe ich das letzte Mal vor über 15 Jahren gehört. Erst durch einen WhatsApp-Status wurde ich wieder daran erinnert, wie sehr ich diese Musik früher rauf und runter gehört habe.

Habt ihr auch Musik, die euch plötzlich wieder an früher erinnert?

Gesehen

Fußball (BVB- Augsburg) und abends habe ich gerne ein oder zwei Folgen „Monk“ gesehen.

Erlebnis

Beim Kung-Fu-Training wurde es wieder sehr anstrengend – und am nächsten Tag ließ der Muskelkater grüßen. Mein Sifu (Trainer) bringt mich nicht nur regelmäßig an meine Grenzen, sondern motiviert mich auch, diese Schritt für Schritt zu verschieben.

Auf Donnerstag habe ich mich schon am Anfang der Woche gefreut, denn es war Zeit für „12 von 12“ – einer mir liebgewonnenen Bloggertradition. Caro von „Draußen nur Kännchen“ sammelt auf ihrem Blog alle „12 von 12“ Beiträge und es macht mir nicht nur Freude selbst daran teilzunehmen, sondern auch mich durch viele andere Beiträge zu lesen.

Meinen Beitrag „12 von 12 März 2026 – Zwischen Ritualen, Gedanken und kleinen Glücksmomenten“ gibt es hier.

Am Freitag war ich mit einem Arbeitskollegen in der Lagerhalle Osnabrück und wir haben uns gemeinsam das „Kleinkunsttrio“ angesehen.

Obwohl ich private Kontakte mit Kollegen normalerweise meide, mache ich zuweilen Ausnahmen. Dann, wenn ich das Gefühl habe, dass es zwischenmenschlich passt und sich nicht über Arbeit ausgetauscht wird. Genau das war hier der Fall.

Mein Kollege und ich haben das Improtheater genossen. Es war ein wundervoller Abend, an dem vor allem unsere Lachmuskeln ordentlich trainiert wurden.

Nachdem ich wieder zuhause war, kam in mir die Frage auf, ob ich vielleicht manchmal zu streng mit mir selbst bin, wenn ich private Kontakten mit Kollegen meide?

Genuss

Am Montag bin ich wieder mit Intervallfasten gestartet. Vor einigen Jahren habe ich das schon einmal gemacht, doch irgendwann ist es eingeschlafen – obwohl ich durchaus die Vorteile für mich erkannt hatte. Und ich war ziemlich gut darin, Ausreden zu finden, warum Intervallfasten gerade nicht in meinen Alltag passt. 😊

Vergangene Woche habe ich jedoch einen Beitrag dazu gelesen (leider weiß ich nicht mehr, wo), der mich wieder daran erinnert hat, wie gut mir diese Ernährungsweise damals getan hat. Also habe ich am Montag erneut mit der 16:8-Methode begonnen.

Mein Essensfenster liegt zwischen 9 und 17 Uhr. Besonders das frühe Abendessen tut mir gut – ich schlafe deutlich besser ein. Außerdem nasche ich spürbar weniger.

Es ist wirklich spannend zu beobachten, wie der eigene Körper auf Veränderungen reagiert.

Durch das Intervallfasten habe ich auch mein früher geliebtes Haferflocken-Pfannenbrot wiederentdeckt. Es ist nicht nur lecker, sondern macht auch viele Stunden satt.

Ein Teller auf dem zwei Haferflockenpfannenbrote liegen. Auf den Broten sind zermatschte Bananen, Beeren und Ahornsirup
Schmeckt wie ein kleines Dessert und macht lange satt

Drinnen/Draußen

Drinnen

Zu Hause habe ich meine Zeit am liebsten mit meinen Büchern und Stubentigern verbracht. Und da es diese Woche wieder sehr grau und auch regnerisch gewesen ist, habe ich mehr Zeit in meinen eigenen vier Wänden verbracht als in der Natur.  

Draußen

Trotz des wenig einladenden Wetters habe ich mir auch Zeit für die Natur genommen. Am Donnerstag bin ich in den nahegelegenen Park gegangen.

Bevor ich losging, zog ich noch eine Karte aus meiner Waldmeditations-Box.

Mit diesem Gedanken im Kopf ging ich durch den Park und fragte mich, wofür ich in meinem Leben dankbar bin.

Web- Fundstücke

Hobbys

Lesen, schreiben, Kung Fu und spazieren.

Damit endet mein Sonntagsglück dieser Woche. Ich wünsche euch einen entspannten Sonntag und viele kleine Glücksmomente in den kommenden Tagen.

Welche Momente haben eure Woche besonders gemacht?

Anja  Danke an Antetanni für die Bereitstellung des Beitragsbildes

3 Kommentare

  1. Eine schöne Woche, trotz Traurigkeit. Das ist es ja ein bisschen wie mit der Langeweile, man darf und soll nicht traurig sein, aber diese Seite gehörte doch auch zum Leben dazu. Danke für den Buchtipp, das klingt heftig und dennoch lesenswert. Und Monk… hach, wie ich diesen Kerl liebe, ich schaue die Folgen auch immer wieder sehr gerne, genauso wie King of Queens, ein herrlicher Zeitvertreib ohne viel nachdenken zu müssen. Unterhaltung pur.Genieße den Sonntag, liebe GrüßeAnita

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    • Monk liebe ich einfach 🙂 Ich schaue mir gern die „alten“ Serien an 🙂

      Das Buch „Wir müssen über Kevin reden“ ist wirklich heftig, aber richtig gut. Weil es einfach so viele Facetten gibt. Ja, manchmal hat es mich auch wütend gemacht, v.a. Evas Verhalten, aber dann hat es mich auch wieder nachdenklich gestimmt. Es ist auf jeden Fall kein Roman, den man mal eben nebenbei lesen kann. Zeit und Ruhe sollte man definitiv einplanen.

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  2. […] Einen lesenswerten Blogbeitrag rund um Langeweile habe ich eben noch entdeckt → Warum Langeweile plötzlich ausgestorben ist (und warum das keine gute Nachricht ist) – Janas Gedankenküche – Blog. Danke an dich, Anja, dass du ihn in deinen ST7 verlinkt hattest → Sonntagsglück #11/2026 – Bücher, 12 von 12 und Improtheater – Dopamin zum Frühstück […]

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