Neulich hatte ich einen richtig miesen morgen. Alles war blöd und ätzend. Erst trat ich direkt nach dem Aufstehen in Katzenkotze, dann war mein Cappuccino alle und zu allem Überfluss war das Wasser kalt. Mein Glaube, den Tag doch noch in Leichtigkeit und Freude verbringen zu können war gleich null. Und doch war es genau jene Stimmung, die mich dazu inspirierte, den heutigen Beitrag zu verfassen.
„Lasse nie zu, dass ein schlechter Tag dir das Gefühl gibt, du hättest ein schlechtes Leben.“
Unbekannt
Jeder Mensch hat mal einen schlechten Tag und miese Stimmung. Oder kennst du jemanden, der immer gut gelaunt ist? Jemanden, der immer nur die Sonne sieht oder im Regen tanzt? Ich kenne niemanden. Denn kein Mensch kann immer glücklich sein- schlechte Laune gehört zum Leben. Schließlich wurde der Mensch nicht grundlos mit den unterschiedlichsten Emotionen ausgestattet.
Grundemotionen
“Gefühle sind die Sprache der Seele, aber du musst sicher gehen, dass du auf deine wahren Gefühle hörst und nicht auf ein falsches Modell, das sich dein Verstand zurechtgebastelt hat.“
Jon Kabat-Zinn
Der US- amerikanische Psychologe Paul Ekman unterscheidet insgesamt sieben Basisemotionen, die in allen Kulturen der Welt vertreten sind und überall nahezu gleich ausgedrückt werden.
Die 7 Grundgefühle nach Paul Ekman sind:
- Freude/Genuss,
- Traurigkeit,
- Wut/ Zorn
- Angst,
- Überraschung,
- Ekel und
- Verachtung
Doch das Repertoire der menschlichen Gefühle ist sehr umfangreich und manchmal verwirrend- auf jeden Fall für mich. Denn neben den sieben grundlegenden Gefühlen gibt es noch viele weitere:

Weitere Gefühle findest du im Magazin desired: Gefühle Liste mit 527 Emotionen: Welche Gefühle gibt es überhaupt?
Bei all den Gefühlen, die der Mensch fühlen kann, kann es zuweilen auch verwirrend sein Gefühle namentlich zu benennen. Bin ich jetzt wütend, sauer oder einfach nur genervt? Bin ich verliebt oder handelt es sich nur um eine kleine, aber bezaubernde Schwärmerei? Fühle ich mich entspannt, ausgeglichen oder gelassen?
Von meinem spirituellen Sonnenschein habe ich in den vergangenen Monaten eines gelernt: Ich muss meine Gefühle nicht immer benennen können, sondern sie einfach nur fühlen. Denn Gefühle unterdrücken bringt gar nichts. Manchmal wollen Gefühle einfach nur gefühlt werden.
Bevor du also gegen deine miese Laune angehen willst- lass sie einfach mal zu. Akzeptiere, dass nicht immer alles Sommer, Sonne und Sonnenschein ist. Es ist okay, sich mies zu fühlen und einen schlechten Tag zu haben.
Denn schlechte Laune kann auch Vorteile haben. In einer Studie von 2016 fanden Wissenschaftler heraus, dass Menschen, die ihre schlechte Laune akzeptieren, im Schnitt glücklicher sind als diejenigen, die ihre negativen Gefühle nicht zulassen wollen. Letzteres führe nämlich, laut Einschätzung der Psychologen, nur zu noch mehr Stress, der krank machen könne. Die Ergebnisse der Studie veröffentlichten die Wissenschaftler im „Journal of Personality and Social Psychology“.
Doch auch wenn miese Laune seine Vorteile haben mag, irgendwann kommt der Punkt, an dem du dich vom Sofa schwingen und die miserable Gemütsverfassung abschütteln solltest. Denn das echte, wahre Leben findet sicherlich nicht auf dem Sofa mit Chips, Eiscreme und Netflix statt.
13 Dinge, die ich tue, um mich besser zu fühlen
1. Duschen gehen
„Sehr rücksichtsvoll vom Badspiegel, dass er beschlägt, wenn ich aus der Dusche komme.“
Unbekannt
Wenn ich einen miesen Tag habe und meine Stimmung einfach nicht besser werden will, dann hilft mir oft der Weg Richtung Dusche. Denn nach der Dusche fühle ich mich oft wie neugeboren. Unter der Dusche habe ich das Gefühl, mir die miese Stimmung abzuwaschen. Ich tanke neue Energie, um den Rest des Tages nicht in Selbstmitleid ertrinkend auf dem Sofa zu liegen.
Anmerkung: Es gibt durchaus Menschen, die darauf schwören bei schlechter Laune oder einem miesen Tag kalt zu duschen. Denn kalt duschen trainiert dein zentrales Nervensystem, um widerstandsfähiger gegen Stress zu sein. Eine Studie der University of Virginia hat bereits 2008 ergeben, dass kaltes duschen gegen Depressionen helfen kann.
Und obwohl es viele Menschen gibt, die bei schlechter Laune oder sogar täglich als Präventionsmaßnahme, die kalte Dusche lieben- ich bin und bleibe ein Warmduscher.
Wenn dich das Thema jedoch reizt, dann empfehle ich dir den Artikel: „Kalt Duschen am Morgen: 16 Vorteile und warum kalt duschen so gesund ist“ von Tobias Fendt auf Brainperform.
2. Übe dich in Dankbarkeit
„Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“
Francis Bacon
Dankbarkeit ist ein wundervolles Werkzeug, um sich auf das Schöne und Positive im Leben zu konzentrieren. Und inzwischen gibt es zahlreiche Studien, die belegen, was Dankbarkeit bewirken kann. Eine davon ist die 2003 durchgeführte Studie der Psychologen Robert Emmons und Michael McCullough.
Demnach kann Dankbarkeit:
- nicht gleichzeitig mit negativen Gefühlen wie Angst oder Wut gefühlt werden
- das Glücksempfinden steigern
- Optimismus und Lebensfreude stärken
- uns großzügiger und mitfühlender machen
- dabei helfen, wichtige Ziele zu erreichen
- das Immunsystem stärken
Link zur Studie (in Englisch)
Mehr zum Thema Dankbarkeit erfährst du in meinem Artikel Dankstellen Blues.
Wie du Dankbarkeit lernen kannst
- Finde täglich drei Dinge für die du dankbar bist
2. Mache eine Dankbarkeitsmeditation; z.B, Die geführte Dankbarkeitsmeditation von Jette
3. Schreibe ein Dankbarkeitstagebuch
3. Verbringe Zeit in der Natur

Ich liebe lange Spaziergänge im Wald, am Meer oder am See. Weit weg von asphaltierten Straßen, dem Verkehrslärm und der schlechten Luft. In der Natur kann ich neue Energien tanken. Und bei mieser Laune ist die Natur der für mich wirksamste Reset- Knopf. Mittlerweile ist es auch wissenschaftlich bewiesen, dass die Verbindung mit der Natur die Gesundheit, das Glück und das Selbstwertgefühl verbessern, Frustration reduziert und meditative Zustände mit wenig Aufwand erreicht werden können.
Wenn du dich in die Natur begibst, musst du nicht einmal aktiv etwas gegen die schlechte Laune tun- die Natur erledigt es von ganz allein. Wichtig ist einfach loszugehen, den Rest regelt das Sonnenlicht, das Vogelzwitschern, das Meeresrauschen, der Wind, das Bienensummen. Und ja, auch der Regen, der Schnee, der kalte Wind an einen Wintertag wirken sich positiv auf deine Stimmung aus.
Um dir einen kleinen Vorgeschmack auf das einzigartige Erlebnis in der Natur zu geben, kannst du dir das folgende Video anschauen:
Meeresrauschen der Nordsee für 1 Stunde zur Entspannung
4. Meditation und Entspannung
Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, der weiß das ich ein großer Fan von Meditation und Entspannung bin. Und das vor allem deshalb, weil beide Techniken gut dazu geeignet sind negative Gedanken, Stress und schlechte Gefühle hinter mir zu lassen.
Bis vor ein paar Jahren hätte ich nicht geglaubt, dass Meditation und Entspannungsübungen mir helfen könnten dauerhaft glücklicher und zufriedener zu werden. Doch heute kann ich sagen: Meditation und Entspannung sind wahre Glücksbringer.
Warum?
Weil Meditation und Entspannung viele Vorteile haben, die sich auf Körper, Geist und Seele auswirken:
- Reduziert Stress
- Fördert die emotionale Stabilität
- Verbessert das Selbstbewusstsein
- Erhöht die Aufmerksamkeit und verbessert die Konzentrationsfähigkeit
- Verbessert den Schlaf
- Steigert die Kreativität
Weitere Vorteile findet ihr in dem Artikel „Meditation Vorteile – warum meditieren? 17 Gründe“ von Laura und Peter, Betreiber der Website Entspannungstechniken.
Wer sich bisher noch nicht mit den Themen Achtsamkeit, Meditation und Entspannung auseinandergesetzt hat, dem kann ich folgende Bücher empfehlen:
Buddhify your Life von Rohan Gunatillake
Rohan Gunatillake gehört zu den führenden Persönlichkeiten im Bereich moderner Achtsamkeit. In seinem Buch „Buddhify your life“ beschreibt Gunatillake zahlreiche Methoden, wie du Achtsamkeit üben und in deinen Alltag integrieren kannst. Er zeigt dir anhand von Übungen, wie leicht es ist, Achtsamkeit, Meditation und Entspannung in dein Leben zu integrieren und das für jeden etwas passendes dabei ist- auch für diejenigen, die meinen keine Zeit zu haben, nicht religiös oder spirituell genug zu sein oder einfach denken, es wäre nichts für sie.
Achtsam morden von Karsten Dusse
Die Kriminalromane der „Achtsam morden“- Reihe sind sicherlich keine klassischen Bücher über Achtsamkeit und dennoch sind es für mich mit die Besten. Wer gerne Krimis liest und sich noch nie mit Achtsamkeit beschäftigt hat, wird langsam, liebevoll und mit viel Humor an das Thema herangeführt.
Hierzu empfehle ich unbedingt den Artikel „Ein Achtsamkeits-Ratgeber für jeden, der mit Achtsamkeit nichts anfangen kann“, der 2020 im stern veröffentlicht wurde.
Das Wunder der Achtsamkeit: Einführung in die Meditation von Thích Nhất Hạnh
Leicht verständlich und anhand schöner Geschichten vermittelt Zen-Meister Thích Nhất Hạnh, was Achtsamkeit ist. Die 32 Übungen, die er in dem Buch beschreibt, helfen dabei das Wunder der Achtsamkeit in jedem Moment unseres Lebens zu erfahren
5. Schreibe deine Gedanken und Gefühle auf (und verbrenne sie dann)
Für mich persönlich war schreiben schon immer die beste Therapie. Angefangen habe ich 1993- im zarten Alter von 13 Jahren. Damals war ich das erste Mal unglücklich verliebt. Ich erkannte schnell die heilende Wirkung eines Tagesbuchs. Ich fühlte mich so nicht mehr allein mit meinen Gedanken und meiner Traurigkeit. Meinem Tagebuch konnte ich alles anvertrauen. Ich musste weder auf meine Worte achten noch auf meine Ausdrucksweise. Ich konnte einfach schreiben.
Schreiben begleitet mich jetzt also seit 20 Jahren und noch heute schreibe ich meine Gedanken und Gefühle in Tagebücher. Durch meinen spirituellen Sonnenschein habe ich jedoch in den vergangenen Monaten eine neue Technik kennengelernt und ich war verblüfft, wie gut es funktioniert.
Ich neige dazu, mir meine alten Tagebucheinträge immer wieder durchzulesen. Das führt zuweilen natürlich dazu, dass ich bestimmte Gefühle (v.a. die weniger schönen) immer und immer wieder erlebe.
Eines Tages fragte mich mein spiritueller Sonnenschein, warum ich es mir antue, immer wieder die alten Dinge zu lesen- ich schreibe doch, um genau jene Gedanken und Gefühle loszulassen. Sie bat mich folgendes auszuprobieren: „Wenn du das nächste Mal negative Gedanken und Gefühle hast, dann schreibe 30 Minuten einen Brief. Nach 24 Stunden liest du den Brief noch einmal und dann verbrennst du diesen.“ Und obwohl ich von dieser Technik schon oft gehört und gelesen habe, kam sie bis dahin nicht in Betracht für mich. Irgendwie fühlte es sich bis dahin falsch an meine Gedanken und Gefühle zu verbrennen.
Doch dann kam ein Tag, an dem ich in Erinnerungen an einen wichtigen Menschen schwelgte, von dem ich mich verraten und verlassen fühlte. In mir stiegen Wut und Traurigkeit auf. Und in dem Moment erinnerte ich mich an die Methode des Briefes schreiben.
Ich stellte mir einen Wecker auf genau 30 Minuten, holte mir einen Stapel Briefpapier und einen Kugelschreiber. Dann setzte ich mich an den Tisch und begann zu schreiben. Jeder Gedanke, jedes Wort, das mir durch den Kopf geisterte, schrieb ich auf: Roh und ungefiltert. Nach 30 Minuten hörte ich auf zu schreiben, faltete den Brief und legte ihn bis zum nächsten Tag außer Sichtweite.
24 Stunden später ging ich zu einer Feuerstelle bei uns im Park, las dort den Brief und verbrannte ihn dann. Und was soll ich sagen? Es war ein unglaublich befreiendes Gefühl.
Seit dem nutze ich diese Methode häufig, wenn mich negative Gedanken belasten.
6. Drehe die Musik auf

Musik hat eine erstaunliche Wirkung auf unsere Gefühlslage. Mit bestimmten Liedern verbinden wir Erinnerungen und Gefühle. Wenn du also schnell gute Laune bekommen möchtest, dreh deine Lieblingsmusik voll auf. Lass dich von der Musik mitreißen, gebe dich hin und lass dich von positiven Gefühlen verzaubern.
Und falls dir spontan kein Lied einfällt, von dem du gute Laune bekommst: Der Neurowissenschaftler Dr. Jacob Jolij von der niederländischen Universität Groningen hat die perfekte Playlist gegen schlechte Stimmung zusammengestellt.
Mehr dazu, findest du auf businessinsider.de: Diese Lieder machen sofort gute Laune, sagt ein Neurowissenschaftler
Hier komplette Gute- Laune- Playlist von Dr. Jacob Jolij auf Spotify.
Besitzt du kein Spotify- Abo, hier sind die Lieder:
“Don’t Stop Me Now” von Queen
“Dancing Queen” von ABBA
“Good Vibrations” von The Beach Boys
“Uptown Girl” von Billy Joel
“Eye of the Tiger” von Survivor
“I`m a Believer” von The Monkees
“Girls just want to have Fun” von Cyndi Lauper
“Livin` on a Prayer” von Bon Jovi
“Walking on Sunshine” von Katrina & the Waves
“I will survive” von Gloria Gaynor
7. Lachen

Fühlt sich irgendetwas besser an als von ganzem Herzen zu lachen? Mir hilft es an miesen Tagen oft, wenn ich mich durch das Lachen eines anderen Menschen anstecken lassen. Dazu schaue ich mir entweder Reels auf Instagram oder YouTube Videos an. Kaum etwas ist so ansteckend, wie das Lachen und die gute Laune anderer Menschen.
Wie ansteckend lachen sein kann, kannst du dir in diesem YouTube Video „Mann lacht in der U Bahn“ ansehen:
Anmerkung: Meine Frau und viele anderen Menschen schwören bei mieser Laune auf das sog. „Fake- Lächeln“. Dabei ziehst du einfach die Mundwinkel nach oben und führst dein Gehirn so hinters Licht. Denn das Gehirn schüttet nach ca. 60 Sekunden Glückshormone aus, weil es nicht unterscheidet, ob du wirklich lächelst oder ihm nur etwas vorspielst.
In dem Artikel „12 Wirkungen von Lachen“ von Zeitblüten Gründer Burkhard Heidenberger erfährst du, welche positiven Auswirkungen lachen haben kann.
8. Erinnere dich an etwas Schönes
An miesen Tagen hilft es mir, mich an das Schöne in meinem Leben zu erinnern. Und da gibt es einiges:
- als ich meiner Frau 2009 im Historischen Rathaus von Köln das „Ja“- Wort gab
- mein erstes Bon Jovi Konzert 1996
- mein Bungee- Sprung aus 100 Metern Höhe 2017
- bei Bon Jovi auf der Bühne (2001 im Hamburg)
- der Aufenthalt im Disney-Land Paris 1995
- alle Herman van Veen und Reinhard Mey Konzerte
- die Sprachnachrichten von einem meiner absoluten Lieblingsmenschen (er ist der Einzige, der mir Sprachnachrichten schicken darf und die ich nicht konsequent mit Text beantworte)
- meine Aufenthalte im EIAB Waldbröl
- die vielen wunderbaren Treffen im Wald, am Alfsee… mit einem weiteren Lieblingsmenschen- jedes Treffen mit ihr fühlt sich wie ein kleiner Urlaub an
- und all die anderen, großen und kleinen Momente, die mir ein Lächeln gezaubert haben 😊
Auch du hast sicherlich eine ganze Menge an schönen Erinnerungen, die dir ein Lächeln zaubern. Und es müssen gar nicht die großen Momente sein, die schon Jahre zurückliegen. Das letzte Telefonat mit einem geliebten Menschen, die letzte wunderbare Postkarte, die du erhalten hast oder der Schmetterling, der sich auf deinen Finger gesetzt hat- es gibt so viele unbeschreiblich schöne Augenblicke im Leben, an die es sich lohnt zurückzudenken, wenn deine Laune mies ist.
Tipp: Wenn du möchtest, kannst du dir ein Tagebuch anlegen, indem du alle schönen Momente festhältst. Und wenn du einen miesen Tag hast, schlägst du das Buch auf und siehst, wie wunderbar dein Leben ist.
9. Lies ein Buch
„Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke, sondern zu meinem Buchhändler.“
Philippe Dijan
Lesen ist eines meiner größten Leidenschaften und ein Leben ohne Bücher könnte ich mir gar nicht vorstellen. Immer wenn ich in der Stadt bin, komm ich nicht daran vorbei in den Buchladen zu gehen. Und meistens schaffe ich es auch nicht nur ein Buch zu erwerben. Bei meinem letzten Stadtbesuch waren es gleich drei Bücher, die ihren Weg in meine Hände und mein Bücherregal gefunden haben.
An miesen Tagen hilft mir ein gutes Buch, um in andere Welten einzutauchen. Das lenkt mich von meinen eigenen Gedanken ab. Ich kann mich in eine andere Welt träumen, mit den Protagonisten mitfiebern oder bei einem Sach-/ Fachbuch viel neues lernen. Wenn ich lesen bin ich zuweilen so vertieft, dass ich alles um mich herum ausblenden kann. Das kann dann schonmal dazu führen, dass ich das Telefon nicht höre oder nicht registriere, wenn meine Frau das Zimmer betritt. Meine Frau sagt immer, sie beneide mich, um meine Fähigkeit beim Lesen alles andere ausblenden zu können.
Doch lesen hat nicht nur den Vorteil, die eigenen Gedanken ruhen zu lassen: Lesen bietet noch viele weitere Vorteile.
Vorteile Lesen:
- Reduziert Stress
- Erweitert den Wortschatz
- Erhöht die Empathiefähigkeit
- Erhöht die kommunikativen Fähigkeiten
- Erhöht die Gedächtnisleistung
- Erhöht das Allgemeinwissen
- Erhöht die Vorstellungskraft und macht kreativer
- Hilft beim Einschlafen
- Macht glücklich 😊
10. Sei wieder Kind
Kannst du dich noch an deine Kindheit erinnern und wie es war, wenn du glücklich und zufrieden warst? Wie es sich anfühlte, ohne nachzudenken etwas zu tun, ganz gleich, ob es sinnvoll war oder nicht? Als Erwachsene haben wir es leider verlernt Dinge einfach mal zu machen. Denn wir sind gut darin, uns immer wieder zu fragen: „Was sollen bloß die Leute denken?“
Dabei kann es deine Laune wirklich heben, wenn du einfach mal wieder Kind bist.
Wenn ich einen miesen Tag habe, hilft es mir immer raus in die Natur zu gehen und manchmal steuere ich dann bewusst den Weg zum Spielplatz an. Denn dort steht eine Schaukel- und die gehört dann mir. Und während ich immer höher und höher schaukle, erklingt in meinen Ohren:
11. Lese lustige, kuriose und/ oder berührende Fakten
Wenn du bei Google „lustige Fakten“ eingibst erscheinen ungefähr 416.000 Ergebnisse; gibst du „berührende Fakten“ ein sind es ungefähr 197.000 Ergebnisse. Wie du siehst, ist die Auswahl an Fakten, die dir ein Lächeln zaubern können, immens.
Meine persönlichen Highlights an lustigen, kuriosen und berührenden Fakten sind folgende:
- Seeotter halten Händchen, wenn sie schlafen, um nicht auseinander zu driften.
- Der Kot eines Wombats ist Würfelförmig
- Geht man auf Rainymood.com hört man Regengeräusche.
- Kinder lachen durchschnittlich 400-mal am Tag. Erwachsene dagegen nur 20-mal. Das sollte jedem Erwachsenen zu denken geben.
- Weibliche Libellen stellen sich zeitweilig tot, um sich nicht mit einem Männchen paaren zu müssen.
- 1896 wurde festgelegt, dass ein Fußballfeld in Deutschland frei von Bäumen sein muss
- Das allererste YouTube-Video wurde 2005 hochgeladen und heißt „Me at the zoo“
Wenn dir jedoch das Lesen von lustigen, kuriosen und/ oder berührenden Fakten nicht ausreicht, um deine Laune zu verbessern, dann empfehle ich dir meinen Blogbeitrag: Gute Laune zum Sonntagsfrühstück- Eine kleine, gemeine Geschichte über Katzen und Videos zum schmunzeln
12. Schlafen
„Du solltest schlafen. Wenn du aufwachst, wirst du Teil einer neuen Welt sein.“
Haruki Murakami in „Kafka am Strand“
Wenn ich richtig miese Laune habe, ist mein Bett manchmal mein bester Freund. Vor allem wenn meine schlechte Stimmung mit der vergangenen Nacht zusammenhängt. Dann hilft es mir mich einfach hinzulegen, die Augen zu schließen und meine Gedanken abzuschalten. Dabei kann meine Zeit sehr variabel sein. Manchmal reichen mir zehn Minuten Power- Napping und an anderen Tag muss es mindestens eine Stunde sein. Aber nie länger als eine Stunde, denn sonst habe ich abends Schwierigkeiten einzuschlafen. Und ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich länger als eine Stunde liege stehe ich nur noch mürrischer auf.
13. Hör auf gegen die schlechte Laune anzukämpfen
„Jeder Mensch hat ein Recht auf schlechte Laune. Das sollte in die Verfassung aufgenommen werden.“
Unbekannt
Ich weiß, es kling etwas paradox, aber wie oben im Artikel schon geschrieben, wollen Gefühle manchmal einfach nur gefühlt werden. Also habe Mitgefühl mit dir selbst: Jeder hat das Recht mal einen miesen Tag zu haben.
Miese Laune adieu – Zusammenfassung
Das sind nun meine 13 Tipps, die ich für dich habe. Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und hoffe, dass einige Anregungen dir dein Lächeln zurückschenken. Und vergiss nicht: Es ist okay auch mal miese Laune zu haben und schlecht drauf zu sein. Nicht jeder Tag kann von morgens bis abends in Leichtigkeit verbracht werden. Und niemand, wirklich niemand sollte zwanghaft permanent Glück und Freude empfinden müssen. Denn negative Gefühle gehören genauso zu unserem Leben wie die positiven.
Was hilft dir, wenn du miese Laune hast? Ich freue mich auf deinen Kommentar und bin gespannt, welche Tipps du hast.
Sonnige Grüße aus dem schönen Osnabrück
Anja
Quellen: https://emotionen-lesen-lernen.de/; National Library of Medicine; ResearchGate; Gedankenwelt; zitate.net

[…] länger folgt, der weiß, dass ich immer ein absoluter Warmduscher gewesen bin. In meinem Artikel „Miese Laune? 13 Dinge, die ich tue, um wieder lächeln zu können“, habe ich darübergeschrieben, dass Duschen mir bei mieser Laune häufig hilft, da ich mich […]
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