Blogparade: 100 Dinge, auf die ich stolz bin

Als ich von der Blogparade „100 Dinge, auf die ich stolz bin“ von Lorena Hoormann gelesen habe, wusste ich sofort: Da mache ich mit. Es ist ein wundervolles und bezauberndes Thema. Nicht nur, dass es Spaß macht, rückblickend auf das eigene Leben zu schauen, sondern es stärkt ebenso das Selbstwertgefühl.

Stolz ist ein Gefühl, das uns motivieren und helfen kann zu zeigen, wie weit wir bisher gekommen sind und was wir schon alles im Leben erreicht haben. Ob persönliche oder berufliche Meilensteine – die Dinge, auf die wir stolz sind, erzählen viel über uns selbst und unsere Reise. Die Blogparade „100 Dinge, auf die ich stolz bin“ möchte ich nutzen, um diese besonderen Meilensteine mit euch zu teilen. Es sind nicht nur Momente, die mir ein Lächeln gezaubert haben, sondern die ebenso mein Selbstwertgefühl gestärkt und mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin.

1. …ich an das Gute in der Welt glaube. Manche Menschen mögen mich genau deshalb für naiv halten, aber ich habe gelernt das Gute zu sehen und immer wieder neu zu entdecken.

Anmerkung: Auch wenn ich an das Gute glaube, heißt es nicht, dass ich das Negative oder Böse nicht wahrnehme oder ignoriere. Ich bin mir bewusst, dass es viel schlimmes auf der Welt gibt, aber ebenso gibt es eben auch viel Gutes. Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß- sie ist bunt.

2. …ich meinen Tumor, den ich liebevoll Abigail getauft habe, nie als Feind betrachtet habe, sondern als Gast, der mir hilft, neue Wege zu gehen. Heute gelte ich als geheilt.

3. …ich mich 2017, mit 37 Jahren endlich getraut habe mir einen Herzenswunsch zu erfüllen- einen Bungee-Sprung aus 100 Metern Höhe.

4. …ich gelernt habe gut für mich zu sorgen und „Me- Time“ ein wichtiger Bestandteil meines Alltags ist.

In meinem Blogbeitrag: „Selbstfürsorge: Wie ich lernte gut zu mir selbst zu sein“ gehe ich auf dieses Thema näher ein.

5. …ich lange Wartezeiten (z.B. beim Arzt), Bahnfahrten etc. nicht mit meinem Smartphone und Social Media überbrücke, sondern ich diese Zeiten nutze, um ein echtes, gebundenes Buch zu lesen.

6. …ich 2002 in der Straßenbahn von Schwerin ein Bon Jovi Medley gesungen habe, um bei einem Konzert auf der Bühne stehen zu dürfen. An dieser Stelle danke an NDR2 für das Gewinnspiel: „Was würdest du tun, um mit Bon Jovi auf der Bühne zu stehen?“

7. …ich vor zwei Jahren mein Auto verkauft habe und seitdem hauptsächlich mit dem Rad unterwegs bin.

Anmerkung: Ich lebe und arbeite in Osnabrück und habe mir selbst eingestanden, dass mein Auto lange Zeit purer Luxus war. Ich habe es v.a. aus Faulheit/ Bequemlichkeit genutzt. Heute bin ich froh meinen inneren Schweinehund überwunden zu haben, denn seitdem fühle ich mich deutlich besser.

8. …ich mir eine Morgenroutine aufgebaut habe, die mir hilft, achtsam und entspannt in den Tag zu starten.

9. …ich gelernt habe zu meditieren und zu entspannen und meinen Geist dadurch zur Ruhe bringen kann.

In meinem Blogbeitrag „Innere Ruhe finden: Tipps zur Entspannung von Körper und Geist“ stelle ich sechs Entspannungstechniken für den Alltag vor.

10. …ich mich mehr und mehr traue meiner Spiritualität Raum zu geben.

11. …ich alternativen Heilmethoden zunehmend vertraue und die Schulmedizin nur noch in Anspruch nehme, wenn es nicht anders geht.

12. …ich gelernt habe, dem Universum zu vertrauen.

„Es ist absolut möglich, dass jenseits der Wahrnehmung unserer Sinne ungeahnte Welten verborgen sind.“ 

Albert Einstein

13. …ich Ende 2023/ Anfang 2024 darauf vertraut habe, dass zum richtigen Zeitpunkt eine Stelle in der Inobhutnahme frei wird und ich meinen Herzensjob nachgehen kann.   

Anmerkung: Ich habe meinen alten Job gekündigt, ohne eine neue Stelle zu haben. Ich habe darauf vertraut, dass das Universum mich leitet. Und es hat funktioniert. Zum 1. Juni 2024 durfte ich in der Inobhutnahme anfangen 😊.

14. …ich mich meinen Problemen und Ängsten stelle und immer daran arbeite diese zu überwinden.

15. …ich keinen Alkohol (mehr) brauche, um Spaß zu haben.

16. …ich mich traue zu schreiben und zu sagen, dass der nervigste Harry Potter Charakter Harry selbst ist- gefolgt von Petunia und Vernon Dursley, Gilderoy Lockhart und dem ewigen Geheimniskrämer Albus Dumbledore. 

Anmerkung: Ich bin ein großer Harry Potter Fan und J.K. Rowling hat eine fantastische Welt erschaffen, in die ich gerne abtauche, aber Harry geht mir in vielen Szenen einfach nur auf die Nerven 😉.

17. …ich mir eingestehe Fehler machen zu dürfen. Denn ich bin weder eine Maschine noch ein Roboter. Ich darf Fehler machen und scheitern und daran wachsen und daraus lernen.

18. …ich bisher jede Krise gemeistert habe.

Ein Bild vom Schwarzwald. Man sieht den blauen Himmel mit weißen Schäfchenwolken und im Vordergrund die Berge.
Auf dem Foto steht das Zitat:" Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft."

19. …ich den Mut gefunden habe meinen eigenen Blog zu eröffnen.

20. …ich gelernt habe nein zu sagen und verstanden habe, dass nein ein ganzer Satz ist.

21. …ich mich seit vielen Jahren ehrenamtlich beim Katzenschutzbund Osnabrück engagiere.

22. …ich mir Raum und Zeit schaffe, um Neues zu erlernen.

23. …ich zu meinen Fehlern stehe und mich aufrichtig entschuldigen kann.

24. …ich offen für die Meinungen anderer Menschen bin und dadurch schon häufig Aha- Erlebnisse wie: „Stimmt. So habe ich das noch nie gesehen.“ erlebt habe.

25. … ich emphatisch bin.

26. …ich tierlieb bin.

27. …ich Herman van Veen schon dreimal nach einem gemeinsamen Foto gefragt habe.

Collage mit drei Fotos. Auf jedem Bild sind eine Frau und ein Mann zu sehen.

28. …ich regelmäßige Dinge ausmiste, die mich nicht mehr glücklich machen.

29. …ich ein pünktlicher Mensch bin. Ich schätze und respektiere die Zeit anderer Menschen.

30. …ich mir erlaube traurig zu sein und zu weinen.

31. …ich meinen Realschulabschluss geschafft habe

32. …ich meine Ausbildung zur staatlich anerkannten Heilerziehungspflegerin erfolgreich abgeschlossen habe.

33. …ich meine Ausbildung zum „Natur- und Achtsamkeitstrainer“ gemacht habe.

34. …ich 2022 den Fernlehrgang „Online- Redakteur/in/ Online- Texter/in“ absolviert habe.

35. …ich 2024 mein Zertifikat zum „Trainer für Mediation und Achtsamkeit“ erhalten habe.

36. …ich mein erstes eigenes Geld verdient habe.

37. …ich meine erste eigene Wohnung bezogen habe.

38. …ich mein goldenes Schwimmabzeichen gemacht habe.

39. …ich als Judo- Trainerin mein Wissen weitergeben durfte.

40. …ich meinen ersten Wettkampf im Judo gewonnen habe.

41. …ich meine erste Judo-Prüfung bestanden habe. Auf alle anderen war ich natürlich auch stolz. Aber die erste Prüfung war schon etwas ganz Besonderes.

42. …ich bei sämtlichen Sportwettkämpfen immer unter die ersten drei gekommen bin.

43. …ich meine Fahrschulprüfung bestanden habe.

44. …ich mir mein erstes eigenes Auto gekauft habe.

45. …ich das erste Mal allein Urlaub gemacht habe.

Als ich anfing diesen Blogartikel zu schreiben hatte ich recht schnell über 60 Dinge aufgelistet, auf die ich stolz bin. Doch nachdem ich den Text überarbeitet habe, fiel mir auf, dass ich zuweilen Stolz mit Dankbarkeit verwechselt habe. So habe ich u.a. geschrieben:

…ich meiner Frau vor 15 Jahren, im historischen Rathaus in Köln das Ja- Wort gegeben habe, obwohl ich mich selbst für Beziehungsunfähig gehalten habe (und zuweilen immer noch halte).

…ich ohne Handy und Social Media aufgewachsen bin.

…ich mein Leben frei und selbst bestimmend führen kann.

…ich Freunde habe, die mich bedingungslos lieben.

Bei nähere Betrachtung sind das jedoch für mich keine Dinge, auf die ich stolz, sondern für die ich dankbar bin. Denn Stolz kann ich nur auf die Dinge sein, die ich selbst erreicht und für die ich etwas geleistet habe. Ich kann nicht stolz darauf sein ohne Handy und Social Media aufgewachsen zu sein. Dafür habe ich selbst nichts getan- die Gegebenheiten waren nun mal so.

Genauso wenig bin ich stolz auf langjährige Freundschaften. Für diese bin ich dankbar. Natürlich kann ich stolz darauf sein meine Freundschaften zu pflegen, aber in erster Linie bin ich für all meine zwischenmenschlichen Beziehungen dankbar.

Und was die Hochzeit mit meiner Frau angeht: Ich bin nicht stolz, ihr das Ja- Wort gegeben zu haben, sondern ich bin ihr dankbar, dass sie mich, trotz meiner scheinbaren Beziehungsunfähigkeit, geheiratet hat 😊.

Wie ist es bei euch? Worauf seid ihr stolz? Und wo vermischt sich die Grenze zwischen Stolz und Dankbarkeit? Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Anja

5 Kommentare

  1. Geniale Dinge. Gerade auch dein Tumor. Das ist eine tolle Einstellung ihr gegenüber. Und ich meide die Schulmedizin auch so gut es geht. Nur für die Krankmeldungen brauch ich sie. Wir greifen auch erstmal zu Alternativen. Es gibt kein Kraut, das nicht bei irgendwas hilft.

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    • Die Erfahrung, dass vieles auch ohne Schulmedizin geht musste ich erst machen. Früher war ich überhaupt nicht offen dafür. Da war ich generell nicht sehr offen für neues😉Aber hier hat mir tatsächlich der Tumor geholfen neue Wege zu gehen und mich auch auf Neues (nicht nur bezogen auf Krankheiten) einzulassen. Und ich weiß, dass es sich manchmal blöd anhört, aber irgendwie war der Tumor auch ein Geschenk, um mein Leben endlich zu ändern. Ich war nicht immer ein Optimist, der an das Gute glaubt- eher im Gegenteil. Doch der Tumor hat mir geholfen einen neuen Blick auf das Leben zu werfen. Ich habe vieles hinterfragt, v.a. mich selbst. Und dank des Tumors kann ich heute ein Leben leben, welches ich selbst nie für möglich gehalten habe. Ich wünschte nur, es hätte den Tumor nicht gebraucht, sondern ich hätte schon früher angefangen Dinge zu hinterfragen.

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      • Hm – der Tumor war dann nötig um dich richtig zu lenken. Ohne wärst du vielleicht auch dahin gekommen – aber so ganz sicher und das ist so toll. Ich wünschte alle Betroffenen würden diesen Weg finden. Denn die Schulmedizin ist hier nicht immer der beste Weg

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  2. Hallo Anja,

    ich muss gestehen, ich wusste gar nicht wer „Hermann van Veen“ ist. 🙂 Die Schulmedizin nutze ich tatsächlich auch nur noch, wenn ich Krankenschein brauche. Und für Vorsorgeuntersuchungen. 🙂

    Lg, Sabine

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